Ausverkauf beim Datenbank-Hersteller Centura
Der Datenbankhersteller Centura hat sich in zwei getrennte Firmen aufgeteilt und große Teile seiner traditionellen Produktpalette verkauft.
Der traditionsreiche Datenbankhersteller Centura, früher nach dem Namen des Gründers, Umang Gupta, als Gupta bekannt, hat sich in zwei getrennte Firmen aufgeteilt und große Teile seiner traditionellen Produktpalette verkauft. Damit wolle man in Zukunft die zwei Geschäftsfelder M-Business und E-Business stärker voneinander trennen, um beide Aktivitäten besser steuern zu können.
Für 20 Millionen US-Dollar erhält die kalifornische Finanzgruppe Platinum Equity den E-Business-Bereich, der weiter unter dem Namen Centura firmieren wird und unter anderem das relationale Datenbanksystem SQLBase (vormals Gupta SQL), die 4GL-Entwicklungsumgebung Centura Team Developer und verschiedene Connectivity-Lösungen enthält. Außerdem gehen die meisten Europäischen Niederlassungen in den Besitz der neuen Firma über; die Münchner Filiale soll zu einem Hauptquartier für Europa, den Mittleren Osten und Afrika ausgebaut werden.
Der Rest von Centura wird nach den Worten der Sprecherin Claudia Frotscher in den nächsten Wochen einen neuen Namen bekommen und sich ganz auf die Weiterentwicklung der Produkte im Bereich Mobile Computing und Embedded Datenbanken konzentrieren, darunter db.star für mobile Geräte und die vor knapp zwei Jahren übernommene Datenbank Raima Database Manager.
Die Börsianer an der Nasdaq haben diesen Schritt anfangs positiv aufgenommen: Der Aktienkurs des mit knapp 100 Millionen US-Dollar börsenkapitalisierten Unternehmens stieg nach dem Bekanntwerden der Transaktion zuerst einmal um 18 Prozent. (hos)