Sachverständiger im Microsoft-Prozess wieder ausgeladen
Das für den Microsoft-Prozess zuständige Washingtoner Berufungsgericht hat die Schulungsveranstaltung mit dem Sachverständigen Hites wieder abgeblasen.
Die streitenden Parteien im Microsoft-Prozess können sich wohl auf kein einziges gemeinsames Vorgehen in dem Verfahren einigen. In einer nur einen einzigen Satz umfassenden Mitteilung hat das für den Microsoft-Prozess zuständige Washingtoner Berufungsgericht die Schulungsveranstaltung mit dem Sachverständigen Hites wieder abgeblasen. Nach Würdigung der Eingaben der beiden Parteien auf den Vorschlag des Gerichts vom 18. Oktober habe sich das Gericht entschieden, von seinem Vorhaben abzusehen. Es sah offensichtlich keine Möglichkeit, eine solche Veranstaltung ordnungsgemäß, ohne größere zusätzliche Auseinandersetzungen zwischen den beteiligten Parteien und entsprechenden Zeitaufwand, durchführen zu können.
Sowohl Microsoft wie das US-Justizministrium hatten die vom Gericht vorgesehen Veranstaltung unter Beschuss genommen. Beide Parteien drangen darauf, die Anhörung weiter zu reglementieren, als das Gericht dies bisher vorhatte. Microsoft forderte vor allem, eine vollständige Liste der von Hites zu behandelden Themen vorab einsehen zu können. Auch Hites' diesjährige Forschung für Sun bereitet den Redmondern Kopfschmerzen.
Das Justizministerium wollte dagegen erreichen, dass beide Parteien sich im Vorhinein über die zu behandelden Themen der Anhörung einigen und auch eventuelle Einwände während der Anhörung gemeinsam mit dem Sachverständigen ausräumen. (pmo)