Oculus-Keynote ohne Palmer Luckey: Touch im Dezember, Room-Scale mit drittem Controller

Oculus-GrĂĽnder Palmer Luckey durfte auf der Entwicklerkonferenz seiner eigenen Firma nicht auf die BĂĽhne. DafĂĽr gab es einen offiziellen Erscheinungstermin fĂĽr die Touch-Handcontroller sowie erstmals ein Statement zu Room-Scale-VR.

vorlesen Druckansicht 37 Kommentare lesen
Mark Zuckerberg

Statt Oculus-GrĂĽnder Palmer Luckey stand Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf der Oculus-Connect-BĂĽhne.

Lesezeit: 2 Min.

Oculus Touch kommt im Dezember fĂĽr 199 Euro.

Oculus VR hatte zur jährlichen Entwicklerkonferenz Oculus Connect nach San Diego geladen – und der Firmengründer Palmer Luckey stand bei der Haupt-Keynote am Donnerstag erstmals nicht mit auf der Bühne. Luckey war im Vorfeld mehrfach in die Schlagzeilen geraten; zuletzt mit der geplanten Unterstützung eines dem US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump nahestehenden Troll-Kollektivs.

Statt Luckey verkĂĽndeteten Mark Zuckerberg, Chef der Oculus-Mutter Facebook, und Oculus-CEO Brendan Iribe die Neuigkeiten. Nach monatelangen Spekulationen gab das Unternehmen nun auch den Erscheinungstermin fĂĽr die Hand-Controller Oculus Touch bekannt: Am 6. Dezember soll das Controller-Doppelpack nebst Tracking-Kamera fĂĽr 199 Euro in den Handel kommen. Vorbestellungen nimmt das Unternehmen ab dem 10. Oktober entgegen. Wer vorab ordert, bekommt die Touch-Spiele VR Sports Challenge und The Unspoken kostenlos dazu.

Trotz in der Rift-Brille integrierte Kopfhörer: Oculus verkauft künftig In-Ears.

Hat Oculus bislang immer nur Virtual Reality im Stehen oder im Sitzen beworben, ging das Unternehmen nun auch auf "Room-Scale-VR" ein: Wer eine dritte Trackingkamera fĂĽr 79 US-Dollar dazukauft (eine liegt dem Headset bei, eine den Hand-Trackern), kann sich mehr oder weniger frei im Raum bewegen. Wie groĂź der Trackingbereich maximal sein darf, sagte Oculus noch nicht. Beim Konkurrenz-System HTC Vive sind es bis zu 25 Quadratmeter.

Obwohl die Oculus Rift ordentliche Kopfhörer eingebaut hat, will das Unternehmen ab Dezember eigene In-Ear-Hörer für 49 US-Dollar auf den Markt bringen – sie sollen durch "passive Geräuschisolierung" Ablenkungen von außen verhindern.

Die hohen Systemanforderungen der Rift wurden häufig kritisiert – nun macht Oculus Zugeständnisse: Durch die neue Software-Funktion "Asynchronous Spacewarp" reicht künftig eine Nvidia-GTX-960-Grafikkarte (zuvor GTX 970) und eine Intel-i3-6100-CPU (zuvor i5-4590). Die Spacewarp-Funktion rendert VR-Inhalte nur mit 45 Bilder pro Sekunde, während das Headtracking weiterhin mit flüssigen 90 FPS läuft – Zwischenbildberechnung machts möglich.

Update, 7. Oktober, 9 Uhr: Die separate Oculus-Trackingkamera kostet 79 Dollar und nicht 89 Dollar. (jkj)