Pokémon Go: Feinschliff und Boni
Zu den Neuerungen von Pokémon Go 0.41 gehören Belohnungen für Vielfänger, ein Ausbau des Arena-Trainings und Verbesserungen bei der Anbindung der Hardware-Erweiterung Pokémon Go Plus.
Die Version 0.41 von Pokémon Go wird an Android- und iOS-Nutzer verteilt. Die beiden großen Neuerungen springen nicht gerade ins Auge: Zum einen kann man jetzt mit sechs Pokémon in der Arena trainieren, zum anderen erhält man jetzt einen Bonus für Monstertypen, die man schon häufig gefangen hat.
Training mit allen Sechsen
Trainierte ein Spieler bisher in einer Arena des eigenen Teams, musste er mit nur einem Pokémon gegen die geballte Macht der Verteidiger antreten. Jetzt kann man hier sechs Pokémon auswählen, genau wie beim Angriff einer gegnerischen Arena.
Das soll einen zusätzlichen Anreiz zum Trainieren schaffen – jetzt kann man auf diesem Weg mehr Erfahrungspunkte sammeln. Auch soll sich die Stärke der Verteidiger an das Level des trainingswilligen Spielers anpassen. Bislang war es oft so, dass Späteinsteiger und Gelegenheitsspieler schon an den Verteidigern der untersten Sprosse scheiterten. Jetzt werden die WPs der Verteidiger auf zwei Stufen oberhalb des Spieler-Levels heruntergestuft.
Bonus für Vielfänger
Wer viele Pokémon eines Typs fängt, erhält dafür eine Medaille. Was bisher nur nett anzusehen war, bringt jetzt einen handfesten Nutzen: einen Bonus, der das Fangen seltener Pokémon dieses Typs erleichtern soll. Wer also fleißig Taubsis fängt, hat bessere Chancen, dass ein wilder Dragoran auch tatsächlich im Ball bleibt.
Für 10 gefangene Pokémon eines Typs erhält man eine Bronzemedaille und einen Fangbonus +1. Für 50 Pokémon gibt es Silber und +2, für 200 Pokémon gibt es Gold und +3. Fängt man ein Monsterchen mit mehr als einem Typus, wird der Fangbonus beider Typen gemittelt. Kleine Symbole oben im Fangbildschirm zeigen kurz an, welche Boni zum Tragen kommen.
Pokémon Go: Medaillen spendieren Fangbonus (5 Bilder)

Selektives Pokémon Go Plus
Die Anbindung des 40 Euro teuren Hardware-Gadgets Pokémon Go Plus wurde deutlich verbessert. So kann man in den Einstellungen jetzt festlegen, dass das Go Plus nur Pokéstops oder nur Pokémon anzeigen soll.
Außerdem soll das Smartphone die Verbindung zum Pokéknopf nicht mehr jedes Mal kappen, wenn man ein Pokémon per Hand fängt oder eine Arena betritt. Nach wie vor fehlen aber Optionen, um Stops gegenüber Mons zu priorisieren oder mehr als nur Standardbälle zu werfen. Auch kommt es weiterhin noch vor, dass das Gadget ohne Warnung die Verbindung zum Smartphone verliert.
Übrigens, von wegen "So ein überteuertes Ding will doch keiner haben": Auch nach der Auslieferung der zweiten Charge Ende September ist das Go Plus weiterhin kaum zu bekommen. Händler verlangen deshalb weiterhin teils exorbitante Aufschläge gegenüber dem Listenpreis von 40 Euro.
Pokémon Go Plus: neue Optionen (3 Bilder)

Verbesserungen im Detail
Ansonsten wurden diverse Kleinigkeiten angepasst: Die Medaillen wurden umgestaltet; die Fortschrittsbalken der Eier-Brutmaschinen zeigen jetzt Live-Updates an und die Schaltfläche für das Go Plus liegt jetzt unter dem Kompass. Das Speicherleck beim häufigen Betreten von Arenen soll endlich beseitigt worden sein.
Niantic verspricht auch die Korrektur diverser Audio-Probleme. Unter Android ist davon aber nicht viel zu bemerken: Eine Benachrichtigung reicht weiterhin, um das Spiel dauerhaft verstummen zu lassen, auch blockiert Pokémon Go nach wie vor die Wiedergabetasten von Kabelfernbedienungen und Bluetooth-Headsets.
Ein Detail des Updates dürfte Vielspielern besonders gefallen: Die Animationen bei der Entwicklung eines Pokémon wurden deutlich beschleunigt. Dauerte die Animation bisher knapp eine halbe Minute, soll eine Evolution jetzt schon in 20 Sekunden über die Bühne gehen. Wer also ein Glücksei zum Powerleveling zündet, erreicht in den 30 Minuten wesentlich mehr Erfahrungspunkte.
Verfügbarkeit... knifflig.
Wie zuvor wird das Update global in über mehrere Tage verteilte Wellen verteilt. Die iOS-Version trägt die Revisionsnummer 1.11.2, die Android-Fassung die Versionsnummer [Update] 0.41.4 [/Update]. Ungeduldige Android-Anwender können das APK per Sideload installieren – dabei sollten sie aber darauf achten, dass die Quelle vertrauenswürdig ist.
[Update 13.10.2016] Mittlerweile ist das Update sowohl für Android als auch iOS weitflächig verfügbar. Die aktuelle Android-Version trägt inzwischen die Revisionsnummer 0.41.4, die iOS-Version intern die Revisionsnummer 0.41.2. [/Update] (ghi)