Vorstand von Openshop bei Flugzeugabsturz getötet

Der Vorstandsvorsitzende des am Neuen Markt notierten Softwareunternehmens Openshop ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen.

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  • dpa

Der Vorstandsvorsitzende des am Neuen Markt notierten Softwareunternehmens Openshop, Thomas Egner, ist bei einem Flugzeugabsturz nahe Augsburg ums Leben gekommen. Das Flugzeug war am Donnerstagabend nach Polizeiangaben aus ungeklärter Ursache auf dem Rückflug von London abgestürzt. Auch eine weitere Mitarbeiterin des Unternehmens sowie der Pilot und der Co-Pilot wurden bei dem Unglück getötet.

Openshop kündigte an, bereits Anfang der kommenden Woche über die Neustrukturierung des Vorstandes zu entscheiden. Bei den Mitarbeitern des Ulmer Unternehmens sorgte die Nachricht für große Bestürzung. "Wir sind einfach noch geschockt", sagte Unternehmenssprecher Frederik Rehms. Bei den Beschäftigten sei der 38-jährige Egner wegen seiner kollegialen Art sehr beliebt gewesen.

An der Börse sorgte die Nachricht am Freitag für Verunsicherung. Der Kurs sank zwischenzeitlich um mehr als zehn Prozent auf elf Euro. Analysten sahen Egner als treibende Kraft des Unternehmens. Unter seiner Führung war das Ulmer Unternehmen im März vergangenen Jahres an den Neuen Markt gegangen. Vom Abwärtstrend am Neuen Markt blieb Openshop im vergangenen Jahr nicht verschont. Innerhalb eines Jahres sank der Kurs von rund 130 Euro auf unter zehn Euro. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2000 erwirtschaftete das Unternehmen bei einem Umsatz von 9,6 Millionen Mark rund 10,6 Millionen Mark Verlust. Openshop stellt Software für den elektronischen Handel über das Internet her und beschäftigt rund 150 Mitarbeiter. (dpa) / (jk)