Telekom-Studie: Industrie steht bei IoT noch am Anfang
Effizienzdruck beispielsweise durch den Online-Handel zwingt die Unternehmen der Logistik- und Fertigungsbranche zu mehr Vernetzung. Bei den Investitionen steht Sicherheit an erster Stelle.
Laut einer Studie des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens PAC im Auftrag der Deutschen Telekom und ihrer Tochter T-Systems steht der Einsatz von Techniken des Internet of Thing (IoT) in der deutschen Fertigungs- und Logistikbranche noch ziemlich am Anfang. Nur vier Prozent der befragten 150 IT- und Business-Entscheider sehen sich bereits am Ziel einer vollständig vernetzten Umgebung. Zwei Drittel sind noch in der Diskussions- oder Pilotprojektphase.
Dabei ist die Logistikbranche in Sachen Vernetzung bereits deutlich weiter als die Fertigungsbranche. Allerdings, so die Marktforscher, ist hier auch der Druck beispielsweise durch neue Lieferkonzepte des Online-Handels höher. Effizienzdruck und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sind für drei Viertel der Befragten eine wichtige Motivation für die Umsetzung von IoT-Konzepten, gefolgt von der Erhöhung von Agilität und Flexibilität (71 Prozent).
Auf der Liste der geplanten Investitionen im IoT-Bereich steht Sicherheit ganz oben (73 Prozent). 66 Prozent der Befragten wollen in mehr Sensoren investieren, 62 Prozent in konventionelle Netze. Auch Analytics und Big Data (58 Prozent) und der Storage-Ausbau (55 Prozent) stehen auf der Agenda.
Von einer stärkeren Vernetzung versprechen sich die Befragten vor allem eine Optimierung von Produktion und Logistik (88 Prozent), mehr Informationen über den aktuellen Stand der Dinge ( 87 Prozent) und eine Vermeidung ungeplanter Standzeiten (83 Prozent).
Wenig ĂĽberraschend: Laut der Studie fĂĽhlen sich zwei Drittel der befragten Unternehmen dem anstehenden digitalen Wandel alleine nicht gewachsen und wollen die die UnterstĂĽtzung eines externen Dienstleisters in Anspruch nehmen. Telekom und T-Systems, Auftraggeber der Untersuchung, bieten diverse Dienstleistungen im IoT-Umfeld fĂĽr Unternehmen an. (odi)