Virtueller Kreditkartenklau mit realen Auswirkungen

Einem Cracker soll es gelungen sein, bis zu 55.000 Kreditkartennummern von den Webseiten der Firma CreditCards.com zu stehlen.

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Von
  • Peter Monnerjahn

Nach amerikanischen Agenturberichten ist es einem Cracker gelungen, bis zu 55.000 Kreditkartennummern von den Webseiten der Firma CreditCards.com zu stehlen. CreditCards.com habe die Anzahl dementiert, den Einbruch aber bestätigt. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Transaktionsabwicklung für Unternehmen, die Zahlungen per Kreditkarte von ihren Kunden akzeptieren wollen.

Das Sicherheitsproblem sei offensichtlich schon vor vier Monaten aufgetaucht, und der Cracker habe seitdem versucht, CreditCards.com zu erpressen. Nun seien die Nummern im Internet veröffentlicht worden, mit der Anmerkung des Crackers, er werde die Firma "in den Ruin treiben".

Die Geschichte sei erst aufgeflogen, als Kunden nicht von ihnen autorisierte Umsätze auf ihren Kreditkartenrechnungen vorfanden. CreditCards.com habe sich bei den betroffenen Kunden nicht gemeldet und dies auch nicht vorgehabt. Die Firma beharrt weiter auf ihrer Position, dass nur sehr wenige Kundendaten erbeutet wurden; zum größten Teil habe es sich um "Testdaten" gehandelt. (pmo)