Google bietet Cloud-Dienst zum Testen von Apps auf Android 7.1 an
Firebase ist ein Cloud-Dienst, mit dem Entwickler unter anderem ihre Android-Apps testen können. Google bietet darüber jetzt Tests mit dem bisher nur als Developer Preview verfügbaren Android 7.1 auf virtuellen Nexus-Geräten an.
Entwickler können ihre Apps nun auf der Developer Preview von Android 7.1 mit Googles Cloud-Dienst Firebase Test Lab prüfen. Den Dienst hatte das Unternehmen hinter dem mobilen Betriebssystem erstmals im Sommer 2015 auf der Entwicklerkonferenz I/O angekündigt. Grundsätzlich bietet das Lab Tests sowohl auf physischen wie auch auf virtuellen Geräten an.
Die nun angekündigte Funktion bezieht sich auf virtuelle Geräte mit Android 7.1. Entwickler können ihre Anwendung mit der API-Version 25 bauen und parallele Tests über die Firebase-Plattform auch direkt aus Android Studio heraus laufen lassen. Derzeit bietet der Dienst die Palette der Nexus-Smartphones (4, 5 und 6) sowie -Tablets (7, 9 und 10) an. Geräte anderer Hersteller gibt es ebenso wenig in virtueller Form wie das Pixel-C-Tablet.
Virtuelle Geräte mit Einschränkungen
Neben der begrenzten Geräteauswahl gibt es einige technische Einschränkungen. So lassen sich keine nativen Anwendungen mit ARM-Code testen. Wer das NDK (Native Development Kit) verwendet, muss somit Code für x86-Systeme erstellen. Auch fehlt die Basis für OpenGL ES 3.x, und Videos sind auf den H.264-Codec beschränkt.
Google ist nicht der einzige Anbieter von Tests mobiler Anwendungen in der Cloud. Das im Februar von Microsoft übernommene, auf plattformübergreifende Entwicklung spezialisierte Unternehmen Xamarin, bietet eine Test Cloud. Perfecto Mobile bietet unterschiedliche Testszenarien inklusive automatisierter Tests mit Appium. Googles möchte mit der aktuellen Ankündigung vermutlich vor allem bei denjenigen punkten, die ihre Apps frühzeitig für kommende Android-Versionen testen wollen.
Weitere Details zur Developer Preview von Android 7.1 auf virtuellen Testgeräten stehen im Blogbeitrag. Bis zum Jahresende können Entwickler die virtuellen Geräte auch unter dem umfangreichsten Blaze-Plan kostenlos nutzen. Insgesamt bietet Google drei Preismodelle für Firebase, die vom kostenlosen Spark für Hobbyentwickler über Flame mit einem Festpreis von 25 US-Dollar im Monat bis zu dem individuell abgerechneten Blaze gehen.
[Update 4.11. 14:15 Uhr]:
Das Test Lab ist ausschlieĂźlich im Blaze-Plan von Firebase enthalten. AuĂźerdem beschreibt die Meldung nicht deutlich genug, dass das Lab nur eine von zahlreichen Funktionen in Firebase ist. Die Google-AnkĂĽndigung zum Testen von Apps auf der Developer Preview von Android 7.1 bezieht sich auf diesen Teilbereich. (rme)