E-Commerce eine Gefahr für Web-Journalismus
Das Internet bringt nach Ansicht des Herausgebers der Frankfurter Allgemeinen Zeitung "dramatische Veränderungen" in der Medienwelt mit sich.
Das Internet bringt nach Ansicht des Herausgebers der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Hugo Müller-Vogg, "dramatische Veränderungen" in der Medienwelt mit sich. Die traditionellen gedruckten Zeitungen kämen um ein ergänzendes Web-Angebot nicht herum. Damit drohe eine neue Art der Einflussnahme auf redaktionelle Inhalte, sagte Müller-Vogg am Montag bei der Tagung Bad Homburger Horizonte in Bad Homburg.
Er sehe eine "große Gefahr", wenn Zeitungen versuchten, ihr Angebot über E-Commerce zu finanzieren. Wenn beispielsweise Buchbesprechungen in der elektronischen Ausgabe mit Links verknüpft würden, über die man die Bücher gleich bestellen könne, drohe die Möglichkeit, dass die Bücher möglicherweise positiver besprochen würden als sonst.
Da jedermann beliebige Informationen ins Netz stellen könne, drohe zudem "Wildwuchs", weil damit auch unseriöse Quellen in die Medienberichterstattung eindringen könnten. Die Seriosität von Informationen und Quellen werde daher immer bedeutsamer. (dpa)/ (cp)