US-Firmen ist Datenschutz zu teuer

Nach Angaben von mehreren US-Internet-Firmen müssen Konsumenten bei Bestellungen im Internet mit deutlich höheren Kosten rechnen, wenn deren persönliche Daten nicht mehr für Werbezwecke zur Verfügung stehen.

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  • Markus Werntges

Konsumenten müssen bei Bestellungen im Internet mit deutlich höheren Kosten rechnen, wenn deren persönliche Daten nicht mehr für Werbezwecke zur Verfügung stehen. Zu diesem Ergebnis kommen vier Studien (PDF-Datei einer Studie), die von mehreren Unternehmen in Washington vorgestellt wurden. Zu den Firmen gehören unter anderem Microsoft, AOL, Time Warner, IBM, AT&T, Bell South und Sun Microsystems.

Auf die Internet-Händler kämen durch schärfere Datenschutzgesetze in den USA jährlich mehrere Milliarden Dollar zusätzliche Ausgaben zu. Für die Kunden würde dies eine "information-tax" in Höhe von insgesamt einer Milliarde Dollar bedeuten.

Laut den Studien erhöht ein besserer Schutz der Privatssphäre im Internet paradoxerweise die Gefahr eines Missbrauchs der persönlichen Daten. Im Falle eines Betruges etwa bliebe die Suche nach dem Täter schwierig, wenn der Internethändler die Anschrift eines Kunden nicht mit dem Kreditkarteninstitut abgleichen dürfe. (prak)