Schily will Engagement für IT-Sicherheit verstärken
Bundesinnenminister Otto Schily hat auf dem Gebiet der Internet-Sicherheit eine verstärkte Zusammenarbeit von Bund und Unternehmen gefordert.
Bundesinnenminister Otto Schily hat auf dem Gebiet der Internet-Sicherheit eine verstärkte Zusammenarbeit von Bund und Unternehmen gefordert. "Hier stehen wir erst am Anfang der Entwicklung", sagte Schily während der Eröffnung der Computermesse Systems 2000 (6. bis 10. November) in München.
Angesichts des Fachkräftemangels der Branche kündigte der Minister an, "die Möglichkeiten zum Erwerb einer Green Card im Rahmen einer allgemeinen Zuwanderungsregelung" auszubauen.
Im Programm "Bund Online 2005" habe man die Absicht erklärt, alle Internet-fähigen Dienstleistungen staatlicher Einrichtungen binnen weniger Jahre online anzubieten. Auch wenn sich das Engagement der Bundesregierung "auf diesem Gebiet wahrlich sehen lassen" könne, seien in vieler Hinsicht wie der Schaffung einer einheitlichen digitalen Sicherheitssignatur zum Schutz sensibler Daten im Netz noch Probleme zu lösen. Deshalb sei es wichtig, dass dem Bereich IT-Sicherheit auf der Systems 2000 ein eigenes Forum gewidmet sei.
Hier sei vor allem auch das Engagement der Unternehmen gefordert, da der Staat lediglich die gesetzlichen Rahmenbedingungen abstecken oder beispielsweise im Bereich des Bildungswesens und der Verwaltung koordinierend wirken könne. Der Bund habe die Aufgabe, eine Spaltung der Gesellschaft in Fachkräfte und "digitale Habenichtse" zu verhindern. Schily lobte auch die Zusammenarbeit mit den Unternehmen zur Bekämpfung rechtsextremer Homepages im Internet. "Mit ihrer Hilfe haben wir es geschafft, dass das Internet nicht zum Tummelplatz rechtsextremistischer Volksverhetzer wird." (dpa)/ (cp)