Office-Assistent Clippy sucht neuen Job
Seit Office 97 nerven animierte Assistenten die Benutzer. Jetzt sucht einer von ihnen im Internet einen neuen Job: Er werde durch das neue Office XP arbeitslos.
In Office 97 führte Microsoft animierte Assistenten ein, die den Benutzern zwischendurch mit Tipps helfen sollten. Doch viele Benutzer zeigten sich vor allem genervt: Die Animationen erscheinen zu den unmöglichsten Augenblicken und unterbrechen die Arbeit, wo sie eigentlich helfen sollen. Kurz vor dem Erscheinen von Office XP Ende Mai sucht einer der Assistenten jetzt einen neuen Job übers Internet: Er bittet, diesmal ihm zu helfen.
Auf seiner Website beschwert sich Clippy, Office XP sei so einfach zu bedienen, dass es die Office-Assistenten wie ihn ĂĽberflĂĽssig mache. Man habe ihm sogar das Gehalt gekĂĽrzt, obwohl er gar keins erhalten habe.
In einer Umfrage können Besucher der Website wählen, für welche Stelle Clippy am geeignetsten sei. Zur Auswahl stehen unter anderem "Präsident der USA" oder "Leadsänger einer Heavy-Metal-Band". Ein Blues verschafft dazu einen Vorgeschmack über die musikalischen Fähigkeiten. In einem sehenswerten Video versucht sich Clippy als zukünftiger Filmstar: In diesem Film unterbricht er einen Office-Benutzer, der ihn daraufhin als größten Störenfried der Computergeschichte bezeichnet. In Kürze soll zusätzlich ein Spiel auf der Website erscheinen, in dem man Clippy mit Utensilien wie Büroklammern und Radiergummis bewerfen kann.
Das Jobgesuch von Clippy ist Teil einer Werbekampagne zu Office XP. Kern der Kampagne ist die Aussage, die kommende Version des Office-Pakets von Microsoft sei so einfach zu bedienen, dass selbst die Office-Assistenten überflüssig würden. Sie werden dort zwar weiterhin vorhanden, aber standardmäßig abgeschaltet sein. Auch wenn Clippy darob in herzerweichende Tränen ausbrechen mag – die meisten Anwender werden's zufrieden sein. ()