Zu viele Unterschriften in NH-Hotels
Kam mir gleich komisch vor, dass ich diese Woche in einem NH-Hotel zweimal unterschreiben sollte. Aber was tut man nicht alles, um endlich ins Bett zu kommen.
- Nicolai Josuttis
Diese Woche war ich im Rahmen einer SOA Roadshow auch eine Nacht im NH-Hotel MĂĽnchen-Dornach. Beim Einschreiben wurde dort sehr viel Wert darauf gelegt, dass ich nicht nur meine Ausweisnummer, sondern auch meine Email-Adresse ausfĂĽlle (entsprechende Felder waren nochmal explizit markiert).
Auf meine Frage, was denn das solle, wurde mir gesagt, dass die Bayerische Polizei ständig überprüft, dass die Daten auch ausgefüllt sind. Die Email-Adresse habe ich dann aber trotzdem weggelassen.
Danach gab man mir den ZimmerschlĂĽssel (die inzwischen ĂĽbliche Magnetkarte), mit der erstaunlichen Bitte, den Erhalt des ZimmerschlĂĽssels mit einer weiteren Unterschrift zu quittieren. Interessant dachte ich, wie wertvoll solche Magnetkarten inzwischen sind. Doch ich wollte ins Bett.
Am nächsten Morgen habe ich mir aber mal die mit dem Schlüssel ausgehändigten Datenschutzbedingungen durchgelesen und jetzt passte alles zusammen: Ich hatte unterschrieben, dass ich "mein ausdrückliches Einverständnis erteilt" hatte, um mich "im Rahmen elektronischer oder traditionaller Übertragungswege über News, Produkte und Services ... von Drittanbietern (Partnerunternehmen) informieren zu können".
Für alle, denen es ähnlich ging und nun wie ich wissen wollen, wie man das korrigieren kann, sei erwähnt, dass ein Widerruf wohl an nh.germany@nh-hotels.com gerichtet werden kann, der "allerdings nicht rückwirkend möglich ist".
So schön das Hotel auch war, ich werde NH-Hotels in Zukunft meiden. ()