Italienische Forscher konstruieren sichere Sprungmöglichkeit für Schneeparks

Bei Sprüngen mit Skiern oder Snowboards kann es zu schweren Verletzungen der Wirbelsäule kommen. Eine spezielle Konstruktion eines Forscherteams soll die Wahrscheinlichkeit dafür minimieren.

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Italienische Forscher konstruieren sichere Sprungmöglichkeit für Schneeparks
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Von
  • Sascha Mattke

Schneeparks, die eigens angelegte Sprungmöglichkeiten für Skifahrer und Snowboarder bieten, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Allerdings entstehen dadurch erhebliche Verletzungsrisiken durch schief gelaufene Sprünge und harte Landungen – gefährdet ist hier vor allem die Wirbelsäule. Italienische Forscher haben deshalb jetzt einen Sprunghügel konstruiert und getestet, bei dem das Auftreffen unabhängig von der Sprungweite nicht zu heftig ist. Das berichtet Technology Review online in "Schneeparks mit sicheren Sprüngen".

"Ohne Zweifel machen Sportler manchmal Fehler, die sie gefährden. Mit einem technischen Ansatz könnte man Sprünge konstruieren, mit denen sich die Wahrscheinlichkeit verringern lässt, dass Fehler katastrophale Folgen haben", schreiben Nicola Petrone und Kollegen von der Universität Padua.

Technisch lassen sich Sprünge analysieren, indem man ihre äquivalente Fallhöhe berechnet, also die Entfernung, die ein Springer vertikal auf eine horizontale Fläche fallen müsste, um ein gleich hartes Landen auf dem Boden zu erleben. Allgemein können die Beine ein Auftreffen aus bis zu 1,5 Metern absorbieren. In Fällen, bei denen es zu schweren Rückenverletzungen kam, wurden dagegen äquivalente Fallhöhen von bis zu 10 Metern gemessen. Bei dem Sprunghügel von Petrone und Kollegen betrug die äquivalente Fallhöhe unabhängig von der Länge dank eines speziell geformten, 14 Meter langen Landebereichs stets rund 0,5 Meter.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)