Aus für Online-Supermarkt
Der amerikanische Internet-Supermarkt Kozmo gibt auf, seine Website ist bereits inaktiv. 1.100 Angestellte verlieren ihren Job.
Der amerikanische Online-Supermarkt Kozmo gibt auf, seine Website ist bereits inaktiv. Das Unternehmen wird sein Geschäft komplett einstellen und die Liquidation einleiten. Etwa 1.100 Angestellte verlieren dadurch ihren Job.
Bei ihren Kunden war die Firma wegen günstiger Preise und der kostenlosen Zustellung ihrer Waren beliebt. Von New York ausgehend hatte sich Kozmo auf insgesamt neun Standorte in den USA ausgedehnt. Mehrere Entlassungswellen und Geschäftschließungen in San Diego und Houston waren jedoch dem jetzigen Debakel vorangegengen.
Liefershops sind besonders hart von der Internetkriese betroffen. Kozmos New Yorker Konkurrent Urbanfetsch hatte bereits im letzten Herbst sein Geschäft geschlossen. Unter den Kosmo-Investoren finden sich klangvolle Namen wie amazon.com und die Cafeteria-Kette Starbucks. Der Internet-Supermarkt Kozmo war vor drei Jahren von zwei ehemaligen Studenten gegründet worden, die eine Zustellung von Videos und Snacks in ihre gemeinsame Studentenbude vermissten – schon war die Geschäftsidee geboren. Doch Analysten sehen darin eine unzulässige Verallgemeinerung der New Yorker Verhältnisse. Nur wenige Städte wie London, Paris oder Stockholm seien weltweit dicht genug bewohnt für einen Service à la Kozmo. (thd)