Die LCD-Preise fallen
Endlich wird wahr, was die Analysten seit langem versprechen: Die Preise für Platz sparende LCD-Monitore gehen merklich nach unten.
Nun wird also endlich wahr, was die Analysten seit langem versprechen: Die LCD-Preise gehen merklich runter. Ein 15-zölliger Flachbildschirm für unter 2000 Mark ist keine Eintagsfliege mehr, es wurden sogar schon Geräte für rund 1200 Mark gesichtet. Auch die Markenhersteller passen sich diesem Trend an; so hat beispielsweise Iiyama die Preise für seine LCD-Monitore deutlich nach unten korrigiert. Vor allem die bislang fast unbezahlbaren großflächigen Bildschirme sind günstiger geworden. 18-Zöller bekommen derzeit allerdings enormen Gegenwind von der 17,4-Zoll-Klasse: Letztere haben eine nur 1,5 Zentimeter kleinere Bilddiagonale, kosten aber im Mittel 1500 Mark weniger als ein 18-Zoll-LCD.
Das Marktforschungsinstitut DisplaySearch nennt mehrere Gründe für den Preisrutsch: Hohe Investitionen im vergangenen Jahr und größere Produktionskapazitäten durch neue Panel-Hersteller aus Taiwan, die zudem mit niedrigen Einstiegspreisen Marktanteile gewinnen wollen, sorgen für einen Überschuss an LCDs. Notebook- und OEM-Hersteller reagieren auf die Senkungen mit gebremster Nachfrage – sie hoffen auf noch geringere Kosten. Da rund 40 Prozent aller Flachdisplays in Notebooks verbaut werden, macht das den Panel-Herstellern natürlich besonders zu schaffen.
Der Preisverfall soll nach Ansicht von DisplaySearch noch das Jahr über anhalten; die Preise sollen ihren Tiefpunkt etwa Mitte des Jahres erreichen, was dem "Schweinezyklus" der Industrie entsprechen würde. Ob dann endlich ein vernünftiges 15-Zoll-LCD für unter 1000 Mark zu haben ist, bleibt allerdings (noch) ungewiss. (uk)