B2B-Spezialist Heiler dämpft die Erwartungen
Wegen weltweitem Nachfrage-Schwund für elektronische Marktplätze und schlechtem US-Geschäft wird Heiler fast doppelt so hohe Verluste machen wie erwartet.
Heiler Software, am Neuen Markt notierter Spezialist für elektronische Marktplätze und Business-to-Businees-Software (B2B), hat die Umsatz- und Ergebnis-Erwartung für das laufende Geschäftsjahr korrigiert. Wegen einer weltweit abgeschwächten Nachfrage nach B2B-Marktplatzlösungen sei nur noch mit einem einem Umsatz von 8 Millionen Euro zu rechnen. Dies seien zwar 60 Prozent mehr als im Vorjahr, aber 4 Millionen Euro weniger als bisher erwartet, teilte Heiler mit. Besonders die "schwierige Verfassung des US-Markts" führe "angesichts der damit zusammenhängenden möglichen Risiken zu einer bewussten Zurückhaltung im US-Geschäft". Allein 2 Millionen Euro ursprünglich erwartete US-Umsätze seien daher aus der Planung für das Geschäftsjahr gestrichen worden.
Heiler erwartet nun einen Verlust (Ergebnis vor Zinsen und Steuern, EBIT) von rund 4 Millionen Euro; bislang ging die Firma noch von einem Verlust von 2,1 Millionen Euro aus. Im Geschäftsjahr 2001/02 habe nun eine deutliche Ergebnisverbesserung oberste Priorität, meinte der Software-Hersteller. Das Unternehmen verfüge derzeit über liquide Mittel in Höhe von 26 Millionen Euro und eine Eigenkapitalquote von 94 Prozent. (jk)