Leaking-Plattform LeakedSource angeblich von Strafverfolgern hochgenommen
Die Webseite LeakedSource ist offline. Dort konnten zahlende Kunden eine Datenbank mit über drei Milliarden Einträgen von gehackten Accounts inklusive Passwörtern diverser Web-Dienste einsehen.
(Bild: Screenshot)
Das Leaking-Portal LeakedSource ist nicht mehr erreichbar. Einer bisher unbestätigten Quelle zufolge soll es eine Durchsuchung bei den Seitenbetreibern inklusive der Beschlagnahmung von Festplatten gegeben haben. Dabei soll es zu keinen Festnahmen gekommen sein.
Die Aussage stammt aus dem Forum OGFLIP. Den Beitrag können aber nur registrierte Mitglieder einsehen. Mittlerweile ist der Text auf Pastebin aufgetaucht. Eine offizielle Stellungnahmen der Seiten-Betreibern steht derzeit noch aus.
Zugriff auf Passwörter & Co.
Auf Leaked-Source konnte man gegen Zahlung eine Datenbank mit 3,1 Milliarden Einträgen bestehend aus Daten von gehackten Accounts verschiedener Web-Dienste durchsuchen. Besonders prekär: Dabei hatte man auch Zugriff auf Passwörter im Klartext. Die Verantwortlichen des Portals sollen geschützte Kennwörter zum Teil sogar selbst aufgebrochen haben. Dafür stand das Portal seit Anbeginn in der Kritik.
Doch mit dem Verschwinden von LeakedSource müssen sich auch etwa Journalisten und Sicherheitsforscher von einer Leak-Quelle verabschieden. Alternativ gibt es noch das kostenlose Leaking-Portal Have I Been Pwned?. Dort kann jedermann den Datenbestand durchsuchen und etwa prüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse in einen Account-Hack involviert ist. Auf Passwörter kann man dort nicht zugreifen.
Aufgrund des Datenbestandes von LeakingSource wurden Medien etwa auf Hacks der Sexbörse Adult Friend Finder und der Clash-of-Kings-Foren aufmerksam. (des)