Tesla: Großauftrag bei deutschem Zulieferer storniert
Tesla hat die Stornierung eines Großauftrags für elektrische Achsgetriebepumpen bei dem schwäbischen Zulieferer SHW bestätigt. Der Grund dafür seien Qualitätsprobleme, erklärte Tesla-Sprecherin Kathrin Schira. Für die Auslieferung des Model 3 gebe es einen engen Zeitplan
- dpa
(Bild: Hersteller)
Tesla hat die Stornierung eines Großauftrags für elektrische Achsgetriebepumpen bei dem schwäbischen Zulieferer SHW bestätigt. Der Grund dafür seien Qualitätsprobleme, erklärte Tesla-Sprecherin Kathrin Schira am Freitag (21. Januar 2017) in München. Für die Auslieferung des neuen Tesla-Elektroautos Model 3 gebe es einen engen Zeitplan. Um ihn einhalten zu können, müsse man konsequent sein und Beeinträchtigungen verhindern. Zugleich warf Tesla SHW vor, sich nicht an die vereinbarte Vertraulichkeit gehalten zu haben.
Zuvor hatte das Magazin Wirtschaftswoche darüber berichtet. Zu Überlegungen, dass möglicherweise ein Zusammenhang zur protektionistischen Industriepolitik des US-Präsidenten Donald Trump bestehe, äußerten sich weder Tesla noch SHW. Trump drängt amerikanische Autofirmen, vor allem in den USA zu produzieren.
SHW hatte am Dienstag (24. Januar 2017) mitgeteilt, ein Hersteller von Elektroautos habe einen Auftrag über rund 100 Millionen Euro für elektrische Achsgetriebepumpen storniert. „Aufgrund einer entsprechenden Vertraulichkeitserklärung haben wir im September 2016 den Namen des Kunden nicht genannt und werden dies auch jetzt nicht tun“, sagte SWH-Sprecher Michael Schickling. Die angeführten Gründe für die Stornierung seien nicht zutreffend. (chlo)