Continuous Integration: Jenkins bekommt ein deklaratives Pipeline-Modell

Die deklarative Syntax soll das Erstellen von Pipeline-Definitionen für Jenkins einfacher gestalten als die Groovy-DSL. Eine Anbindung an die Blue-Ocean-Oberfläche ist in Arbeit.

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Continuous Integration: Declarative Pipeline fĂĽr Jenkins erreicht Version 1.0
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Seit Version 2.0 hat der Continuous-Integration-Server Jenkins ein Pipeline-System an Bord und machte damit einen Schritt in Richtung Continuous Delivery. Zuvor war das Erstellen von Pipelines nur über separate Plug-ins möglich. Jenkins 2.0 verwendet von Hause aus eine DSL (Domain-Specific Language), die auf Groovy basiert. Nun ist ein Plug-in zur Verwendung einer deklarativen Pipeline-Syntax erschienen, die das Erstellen und Verwalten der Pipelines deutlich vereinfachen soll.

Das Projekt namens Pipeline: Model Definition startete bereits im Sommer 2016 im Rahmen der Jenkins World. Die Idee dahinter ist, dass die Entwickler keine Skripte mehr schreiben, sondern ein deklaratives Modell verwenden. Die Syntax soll deutlich eingängiger sein als die DSL, die der CI-Server freilich weiterhin voll unterstützt. Das System ermöglicht eine direkte Syntaxüberprüfung und lässt sich mit dem Docker-Pipeline-Plug-in zum Erstellen von Containern über Pipelines verwenden.

Der deklarative Ansatz hat wohl den weiteren Vorteil, dass er das Erstellen von Pipelines mit einer graphischen Benutzerschnittstelle ermöglicht. So arbeitet das Blue-Ocean-Team an einem Pipeline-Editor, der in einem der nächsten Releases enthalten sein soll. Das Blue-Ocean-Projekt startete mit einer ersten Beta ebenfalls auf der Jenkins World 2016.

Weitere Details finden sich im Blogbeitrag bei CloudBees, dem Anbieter einer kommerziellen Variante des Open-Source-Werkzeugs Jenkins. Das Pipeline-Model-Definition-Plug-in ist auf GitHub verfügbar. CloudBees hat zudem eine Kurzreferenz als PDF veröffentlicht. (rme)