Jenoptik kommt gut ins neue Jahr und erwartet höheres Umsatzplus

Mitte 2017 nimmt Michael Mertin seinen Hut als Vorstandschef der Jenoptik AG. Im letzten kompletten Geschäftsjahr unter seiner Ägide ist das Unternehmen deutlich profitabler geworden. Über seine eigene berufliche Zukunft hält er sich jedoch bedeckt.

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Jenoptik kommt gut ins neue Jahr und erwartet höheres Umsatzplus

(Bild: Jenoptik)

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Von
  • dpa

Der Hightech- und Rüstungskonzern Jenoptik hat mit Schwung das neue Jahr begonnen und peilt 2017 ein höheres Wachstum an. "Wir sind sehr, sehr gut im Januar gestartet", sagte am Dienstag Vorstandschef Michael Mertin zur Vorlage vorläufiger Geschäftszahlen für 2016. Zudem sei es dank großer internationaler Aufträge gelungen, das aktuelle und künftige Geschäft abzusichern. Deswegen sei geplant, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Genaue Zahlen nannte Mertin hierzu nicht – aktuell seien etwa 3500 Menschen bei Jenoptik beschäftigt.

"Das abgelaufene Geschäftsjahr war in wesentlichen Aspekten das beste in der Geschichte des Unternehmens", betonte Mertin. Vor allem im vierten Quartal habe es einen "fulminanten Endspurt" gegeben, ergänzte Finanzvorstand Hans-Dieter Schumacher. Insgesamt stieg der Umsatz 2016 um 2,5 Prozent auf rund 685 Millionen Euro.

Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte auch mit Hilfe von Kosteneinsparungen um rund 12 Prozent auf mehr als 68 Millionen Euro. Schumacher sprach von "einem neuen Rekordwert". Zugleich sei es gelungen, die Schulden, die in der Vergangenheit fĂĽr das Unternehmen ein groĂźes Problem gewesen seien, komplett abzubauen.

Insgesamt ist der Auftragseingang im vorigen Jahr um 15 Prozent auf mehr als 730 Millionen Euro gestiegen. Dazu haben den Angaben nach alle Sparten beigetragen. Zum 31. Dezember verfügte das Unternehmen demnach über ein Auftragspolster von mehr als 400 Millionen Euro. Bis 2018 will Jenoptik die Erlöse auf etwa 800 Millionen Euro puschen. Dazu sollen auch kleinere Zukäufe beitragen. Erst jüngst hatte das Unternehmen den britischen Spezialisten für Software zur Erfassung von Verkehrsdaten, Essa Technology, übernommen.

Der Wert der am TecDAX notierten Aktie stieg bis zum Dienstagmittag an der Frankfurter Börse um mehr als ein Prozent. Vorstandschef Mertin wird das Unternehmen Mitte 2017 nach mehr als zehn Jahren verlassen. Zu seiner beruflichen Zukunft äußerte er sich am Dienstag auf Nachfrage nicht. Als sein Nachfolger ist bereits der promovierte Physiker Stefan Traeger auserkoren. (anw)