4YFN: Der Jungbrunnen des Mobile World Congress
Die Nebenmesse "Four Years From Now" des Mobile World Congress dreht sich ganz um Start-ups rund um die Mobilfunkbranche. In drei Tagen präsentieren wieder Hunderte junge Unternehmen zukunftsweisende Geräte, Apps und Dienste.
(Bild:Â Sentio)
Etwas abgelegen vom eigentlichen Messegeschehen des MWC, auf dem alten Messegelände, findet auch in diesem Jahr wieder "Four Years From Now" statt – eine Art Nebenmesse mit Vorträgen, Praxis-Workshops sowie Speed-Dating-Sessions mit Start-ups und Investoren. Dass 4YFN keinen Platz auf der eigentlichen Messe hat, tut dem Interesse an der Veranstaltung keinen Abbruch, im Gegenteil: In diesem Jahr erwarten die Veranstalter 20.000 Besucher, fast doppelt so viele wie im Vorjahr.
Und so lassen sich auch die Vertreter großer Unternehmen nicht lange bitten, auf der Veranstaltung Vorträge zu halten. In diesem Jahr zählen beispielsweise Sir Martin Sorrell, Chef der weltweit größten Werbe-Holding WPP Group, der Chief Data Officer der Deutschen Bank, JP Rangaswami, und Vitalik Buterin, der Miterfinder des Kryptogelds Ethereum, zu den knapp 150 Vortragenden.
(Bild:Â OpenBack)
Die eigentlichen Stars von 4YFN sind aber die Start-up-Unternehmen, von denen sich mehr als 600 vor Ort präsentieren. Wie in den vergangenen Jahren werden besonders Wegweisende in einem Wettbewerb gekürt. Im Vorfeld haben sich Hunderte von Start-ups daran beteiligt. Zwei Dutzend als besonders spannend Auserkorene erhalten die Gelegenheit, sich auf der Bühne vorzustellen.
Reply.ai etwa entwickelt eine auf künstlicher Intelligenz basierende Plattform, auf der Unternehmen Dialoge mit ihren Kunden automatisieren. In einem visuellen Web-Frontend lassen sich Bots für den Facebook Messenger, Line, Kik und andere Plattformen bauen. Wiidii hatt einen hybriden persönlichen Assistenten entwickelt, der künstliche Intelligenz mit menschlichen Experten kombiniert.
Bot-System, Push-Verbesserer, Wissenscloud fĂĽr Bauern
OpenBack möchte Unternehmen helfen, das Potenzial von Push-Nachrichten besser auszunutzen, indem es diese zu Zeiten aussendet, wenn der Anwender am besten für die Informationen zugänglich ist und mit der höchsten Wahrscheinlichkeit auf die Nachrichten reagiert. Bitrefill will es ermöglichen, Prepaid-Mobilfunkrechnungen per Bitcoins zu bezahlen. Das über Kickstarter finanzierte Superbook von Sentio ist ein Laptop mit Tastatur und Display, aber ohne eigene Intelligenz – dafür benutzt es die Rechenkraft und das System eines angeschlossenen Android-Smartphones.
WeFarm ist eine offene Hilfe-zur-Selbsthilfe-Plattform für Bauern weltweit. Bauern stellen Fragen in die Runde, die die Crowd dann beantwortet. Splitfy macht das gemeinsame Bezahlen von Anschaffungen besonders einfach und günstig. Wherehouse schließlich erschließt den Schatz von Ortsdaten, auf dem Mobilfunkunternehmen sitzen. In den nächsten zwei Tagen wird sich 4YFN um die Themen "Internet of Things" und "Digital Media" drehen. (jo)