"Rehabilitation Gaming System": Spiele helfen Schlaganfall-Patienten
Auf der parallel zum MWC stattfindenden Startup-Messe 4YFN zeigt das spanische Unternehmen Eodyne, wie sich Computerspiele für Rehabilitationszwecke einsetzen lassen.
(Bild: heise online / Nico Jurran)
Das spanische Unternehmen Eodyne zeigt auf der Startup-Messe 4YFN, wie sich Computerspiele für Rehabilitationszwecke einsetzen lassen. Konkret soll das "Rehabilitation Gaming System" des Unternehmens Menschen, die – beispielsweise durch einen Schlaganfall – Hirnschädigungen erlitten haben, dabei helfen, ihre motorischen und kognitiven Fähigkeiten so gut wie möglich zurückzugewinnen.
Eodyne geht nach eigenen Angaben so ein aktuell bestehendes Problem bei der Rehabilitation an: Zwar würden Krankenkassen Patienten üblicherweise eine Rehabilitation für eine gewisse Zeit nach dem schädigenden Ereignis gewähren. Mit einer längeren Reha würde aber häufig eine bessere Wiederherstellung erreicht werden. Computerspiele wären hier ein guter Ansatz, da die Betroffenen damit in den eigenen vier Wänden üben könnten. Konkret besteht das auf der 4YFN gezeigte System aus einem gewöhnlichen PC, einer Kinect-Kamera und eben den speziellen Computerspielen.
Mit PC und Kinect-Kamera
Bei diesen müssen sich die Nutzer beispielsweise abwechselnd von einer zur anderen Seite lehnen und nach Sternen auf dem Bildschirm greifen. Laut Entwickler erkennt das Programm, wenn ein Patient über- oder unterfordert ist und passt die Schwierigkeit entsprechend an – etwa über die Höhe der Sterne. So ließen sich frustrierende Erfahrungen vermeiden beziehungsweise die Motivation steigern, in jedem Durchgang ein besseres Ergebnis zu erreichen.
Auf der 4YFN zeigt Eodyne auch bereits ein weiteres "Rehabilitation Gaming System", das auf eine VR-Brille vom Typ HTC Vive und einen Tracker aufsetzt, der die Hände des Nutzers erfasst. In einer kurzen Demo ging es darum, in der virtuellen Welt mit Würfeln zu hantieren. Die Entwicklung dauert hier aber noch an. (nij)