Android-Verbreitung: Nougat verdoppelt, aber weiter kleiner Anteil

Android 7 läuft nun auf 2,8 statt 1,2 Prozent der Geräte, und der Anteil von Android 4 sinkt auf unter ein Drittel - das ergibt Googles monatliche Statistik der Versionsverteilung.

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Android-Verbreitung: Nougat verdoppelt, aber weiter kleiner Anteil

(Bild: dpa, Andrea Warnecke)

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Anfang März liefen 2,4 Prozent der Android-Geräte mit Version 7.0, was zwar mehr als eine Verdoppelung bedeutet – nach 0,9 Prozent im Vormonat –, aber über ein halbes Jahr nach der Vorstellung immer noch ein schwaches Bild ist. Die aktuelle Version 7.1 ist noch weniger vertreten und wächst langsamer von 0,3 auf 0,4 Prozent.

Immerhin sind nun die Android-4-Versionen nicht mehr die am stärksten vertretenen. Ihr Anteil fällt erstmals auf unter ein Drittel, von 34,2 auf 32,4 Prozent; Android 5 zieht mit 32,5 Prozent knapp vorbei, danach folgt Android 6 mit 31,3 Prozent. Inzwischen wächst nur noch der Anteil von Android 6, 7 und 7.1, alle anderen stagnieren oder sinken.

Googles Statistik zählt Geräte, die in den vorigen sieben Tagen den Play Store besucht haben. Damit sind etwa Amazon-Tablets, viele chinesische Android-Geräte und Geräte mit CustomROMs ohne GApps nicht erfasst.

(Bild: Google Dashboards )

Für Entwickler hingegen bietet sich die API21 von Android 5 noch nicht an, dafür geschriebene Apps laufen auf nur zwei Drittel der Geräten. Mit API19 (Android 4.4) sind es 87,4 Prozent, mit API18 (Android 4.3) 88,9 Prozent; erst mit API17 (Android 4.2) laufen Apps auf mehr als 90 Prozent der Geräte, genauer 94,3.

Weil die Hersteller nur für wenige Geräte Updates auf aktuelle Versionen anbieten, und weil dann auch nicht jeder die Updates einspielt, dürfte Android 7 Nougat erst dann einen deutlicheren Schub bekommen, wenn mehr Neugeräte damit auf den Markt kommen. In den nächsten Monaten kommen die MWC-Neuheiten auf den Markt, zusätzlich das Samsung Galaxy S8.

Eine immer wichtigere Rolle spielen die Security Updates für Android. Sie beheben gefährliche Lücken und sollen für die Hersteller einfacher zu implementieren sein als komplette Updates. Wie viele Geräte hier auf welchem Stand sind, erfasst Google allerdings bislang in keiner Statistik. Im Allgemeinen liefern Blackberry und Google für die eigenen Geräte die Updates schnell, aber auch andere überraschen manchmal. So patcht etwa Samsung noch alte Top-Geräte wie das über zwei Jahre alte Note 4 regelmäßig. (jow)