Um das neue hochauflösende Antennenfernsehen DVB-T2 HD schauen zu können, braucht man einen neuen Receiver – bisherige DVB-T-Geräte funktionieren nicht. Ein Blick in die Preissuchmaschinen zeigt: Zahlreiche der von c't getesteten Geräte sind derzeit gut verfügbar, manche aber nur noch eingeschränkt und lediglich bei ausgewählten Händlern zu bekommen. Die getesteten Geräte kosten dabei zwischen 40 und 120 Euro, ein Ausreißer sogar 330 Euro. Zu DVB-T2 HD kompatible Geräte erkennt man am entsprechenden, grünen Logo.
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Den Schriftzug "freenet TV" tragen Receiver mit eingebautem Irdeto-Chip zur Entschlüsselung der Privatsender. Der Receiver Technisat-Receiver DigitISIO STC nutzt als Ausnahme zur Entschlüsselung eine Smartcard. Auf dem Markt gibt es auch Geräte, die nur öffentlich-rechtliche Sender empfangen können und für die eine Nachrüstung nicht möglich ist. Solche Receiver dürfen weder das grüne "DVB-T2 HD"-Logo noch das freenet-TV-Logo tragen. Die meisten der aufgelisteten Geräte empfangen sowohl freie als auch verschlüsselte Sender; einige wenige zeigen nur unverschlüsselte Kanäle.
Receiver mit eingebauter Entschlüsselung für Privatsender
Der GX-MB540TL von Samsung liefert zusätzlich zu TV-Programmen diverse Online-Kanäle aus dem Freenet-Connect-Dienst. Programme aus der vorsortierten Senderliste oder den daraus erzeugten Favoritenlisten kann man per Zifferneingabe aufrufen. Die Empfangsqualität ist sehr gut
Wer die verschlüsselten Privatsender schauen möchte, muss bezahlen – nämlich 69 Euro pro Jahr und Empfangsgerät. Das Abo endet jeweils automatisch nach einem Jahr. Mit einer Guthabenkarte und der Identifikationsnummer des jeweiligen Freenet-TV-fähigen Receivers oder CI+–Moduls kann man das Angebot online bei Freenet oder telefonisch unter 0221-46708700 freischalten. Öffentlich-rechtliche Sender werden auch nach dem 29. März kostenlos und unverschlüsselt ausgestrahlt. Ab diesem Datum ist der Empfang in zahlreichen Ballungsgebieten möglich – aber noch längst nicht überall in Deutschland.
Ärger bei bisherigen DVB-T-Nutzern
Über DVB-T war bisher auch der Empfang von privaten Sendern kostenlos. Die Umstellung auf das kostenpflichtige DVB-T2 HD sorgt daher für Ärger bei vielen bisherigen DVB-T-Zuschauern – die Gebührenschlinge für die werbefinanzierten Privatsender zieht sich zu. Kostenlos empfangbar sind solche Sender in SD-Auflösung nur noch per Satellit.
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