Markt für Online-Auktionen wächst rasant
Kleine und mittlere Unternehmen werden nach Ansicht von Forrester Research zukünftig für mehr als die Hälfte des Umsatzes bei Online-Auktionen sorgen.
Eine neue Studie zur Entwicklung des Marktes für Online-Auktionen hat das Marktforschungsinstitut Forrester Research vorgelegt. Zentrale Aussage: Der Markt der Online-Auktionen boomt. Profitieren werden nach Meinung von Forrester aber nur wenige Anbieter von diesem Trend. Die meisten Auktionshäuser hätten bislang die wichtigste Zielgruppe der Zukunft noch nicht erkannt, die kleineren und mittleren Unternehmen. Diese sogenannten KMUs könnten sich als die "richtigen Geldmaschinen" der Branche entpuppen.
"Online-Auktionen erleben in Europa einen Boom", ist Forrester-Analystin Hellen Omwando überzeugt. Bis zum Jahr 2005 werde sich der Auktionsmarkt verachtfachen und Transaktionen zwischen Unternehmen (Business-To-Business, B2B) würden dabei den Transaktionen zwischen Verbrauchern (Consumer-To-Consumer, C2C) den Rang ablaufen. Noch machen nach Forrester-Zahlen die C2C-Geschäfte zwei Drittel des Umsatzes der Branche aus. Forrester geht auch davon aus, dass sich die Europäer bald "aus dem Schatten von eBay, iBazar oder QXL lösen werden".
"Die Online-Auktionshäuser in Europa setzen bislang auf das falsche Pferd. Dabei bieten ihnen die KMUs nicht nur ein ideales Unterscheidungsmerkmal, sondern verheißen auch Umsätze, Liquidität und vor allem wenig Konkurrenz", meint Omwando. Auktionshäuser, die KMUs gewinnen wollen, sollten sich auf vertikale Branchen spezialisieren und zusätzliche Dienstleistungen wie zum Beispiel das Einräumen von Krediten anbieten. Es sei zwar unwahrscheinlich, dass Unternehmen zukünftig ihren laufenden Materialverbrauch über das Internet abwickelten, aber für Produkte wie Möbel, Büroartikel oder Firmenwagen könnten Online-Auktionen zur alternativen Beschaffungsquelle werden. (pmz)