AMD-Prozessor Ryzen 5 1600: Mehr Cinebench-Punkte als Intels i7-7700K laut erstem Test
Eine spanischsprachige Webseite hat den ersten Test zum Sechskern-Prozessor Ryzen 5 1600 veröffentlicht, bei dem die neue AMD-CPU nicht schlecht abschneidet.
Ab dem 11. April sollen die neuen Ryzen-5-Prozessoren erhältlich sein – konkret handelt es sich um die Vierkerner Ryzen 5 1400 und 1500X sowie die Sechskerner Ryzen 5 1600 und 1600X. Berichten zufolge sollen manche ausländische Händler bereits Ryzen-5-Prozessoren verkauft haben. Schon jetzt ist ein erster vollständiger Test vom Ryzen 5 1600 von der spanischsprachigen Website El Chapuzas Informatico veröffentlicht worden.
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Der Vierkerner Ryzen 5 1400 soll im Cinebench-R15-Durchlauf 787 Punkte schaffen.
Demnach erreicht der Ryzen 5 1600 im Cinebench R15 immerhin 1123 Punkte und liegt knapp vor dem Intel-Vierkerner Core i7-7700K (986 Punkte) und dem i7-6700K (909 Punkte). Der AMD-Achtkerner Ryzen 7 1700X schafft im Vergleich 1486 Punkte. Im x264-Benchmark kodiert der Ryzen 5 1600 mit rund 36 fps, ein i7-7700K mit gut 33 fps und der Ryzen 7 1700X mit knapp 44 fps. Beim Spielen liegt der 1600er meist ungefähr auf einer Höhe mit dem 1700X – El Chupazas Informatico hat die Spieleleistung unter anderem mit Battlefield 1, Doom und Rise of the Tomb Raider getestet und auch DirectX-12- und Vulkan-Messungen durchgeführt. Die Tester hoben außerdem Temperatur und Leistungsaufnahme positiv hervor. Den Resultaten zufolge ließ sich der Prozessor bei einer Kernspannung von 1,3 Volt auf 3,9 GHz übertakten. Der Ryzen 5 1600 soll 219 US-Dollar kosten und mit 3,2 beziehungsweise 3,6 GHz laufen. Im XFR-Modus darf er sich automatisch um 100 MHz übertakten.
Ryzen 5 1400: Vier Kerne und 787 Punkte
Auch vom kleinen Vierkerner Ryzen 5 1400 sind bereits Resultate ins Netz gelangt. So zeigt ein Youtube-Video eines asiatischen Nutzers unter anderem einen Cinebench-15-Durchlauf, bei dem der Prozessor 787 Punkte erreicht. Der Ryzen 5 1400 soll laut AMD 169 US-Dollar kosten. Die Thermal Design Power gibt AMD mit 65 Watt an. Er läuft mit 3,2 GHz, im Boost-Modus mit 3,4 GHz. Cinebench liest die Taktfrequenz des getesteten Prozessors allerdings mit mit 3,7 GHz aus – möglicherweise hat der Nutzer den Prozessor noch übertaktet.
Für die anderen beiden Ryzen-5-Prozessoren, die offiziell ab 11. April erhältlich sein sollen, Ryzen 5 1500X und Ryzen 5 1600X, verlangt AMD 189 beziehungsweise 249 US-Dollar. Bereits verfügbar sind AMDs-Achtkernprozessoren Ryzen 7 1700 (359 Euro), Ryzen 7 1700X (439 Euro) und Ryzen 7 1800X (559 Euro).
(mfi)
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