US-Aufsichtsbehörde FCC: Handyverbot in Flugzeugen soll doch bleiben

Eigentlich bereitet die FCC seit mehreren Jahr eine Aufhebung des Verbots von Handytelefonaten in Flugzeugen vor. Weder das Personal noch die Insassen wollten das aber offenbar. Deswegen wurde nun das Ende der Vorbereitungen angeordnet.

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US-Aufsichtsbehörde FCC: Handyverbot in Flugzeugen soll doch bleiben

Weiterhin keine Handytelefonate im Flugzeug.

(Bild: Maxime ✈, CC BY-SA 2.0)

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Der neue Chef der US-Regulierungsbehörde FCC, Ajit Pai, hat angeordnet, dass seine Behörde die Vorbereitungen aufgibt, die Nutzung von Handys in Flugzeugen zu erlauben. Er teile die Ablehnung der "schlecht durchdachten" Pläne durch die Piloten, Flugbegleiter und Fluggäste, ließ er in einem Statement wissen. Eine Fortführung dieser Pläne sei nicht im öffentlichen Interesse. Sie fallen zu lassen, sei ein Sieg für Amerikaner im ganzen Land, "die einen Moment der Ruhe in 30.000 Fuß [10.000 Meter] Höhe wertschätzen". Sein Vorgänger, Tom Wheeler, hatte die bestehende Regelung für veraltet erklärt.

Wheeler hatte 2013 erklärt, neue Technik mache Handyverbindungen in der Luft möglich, ohne damit die Flugsicherheit zu gefährden. Deswegen sollte ein Ende des Verbots vorbereitet werden. Daraufhin hatten mehrere Airlines angekündigt, auch künftig keine Handytelefonate während der Flüge erlauben zu wollen. Befragungen von Kunden und Mitarbeitern hätten nahegelegt, dass beide Gruppen das Telefonieren an Bord als "Störung des Flugerlebnisses" einstuften. Ajit Pais jüngster Schritt dürfte also deutlich weniger Kritik nach sich ziehen, als die FCC-Entscheidung, US-Internetprovidern weiterhin zu erlauben, die Surfgewohnheiten ihrer Kunden zu Geld zu machen. (mho)