Die Bilder der Woche (KW 15)
Klassische Porträts und beeindruckende Naturbilder machen die Bilder der Woche diesmal aus. Ein fotografischer "Schuss" ging sogar ins All und zeigt den Orionnebel.
- Sebastian Arackal
Die Porträtfotos von Thomas Ruppel kommen in unserer Galerie gut an. Mit seinen Stil trifft er bei vielen Betrachtern einen Nerv. Bei seinem Bild von Katarina zeigt sich seine Stärken als Fotograf: ihm gelingen ohne großen Aufwand natürliche und emotionale Porträts seiner Models. "Für das Shooting haben wir das Available-Light-Studio von Jean Noir in Urberach in der Nähe von Frankfurt genutzt. Bei dem ausgewählten Bild sind wir allerdings durch die Fenster nach draußen geklettert. Unterstützung für Haare und Make-up habe ich bei Anna Schweiger gefunden", erklärt er zu Katarinas Porträt.
Viel weiter weg fand Felix Heisig sein Motiv "Orionnebel und Running Man". Hier gibt er zur Entstehung seines faszinierenden Astrobildes einige Einblicke: "Das Sternbild Orion ist ja sozusagen das bekanntestes Wintersternbild und bietet sehr viele Deep-Sky-Objekte. Das bekannteste ist wohl der Orionnebel. Da dieses Objekt natürlich sehr viel fotografiert wird, wollten wir mal was Neues probieren. Grundsätzlich gilt bei der Astrofotografie: es kann nie genug an Belichtungszeit geben. Mehr ist immer besser. Das sorgt dafür, dass mehr Details zum Vorschein kommen, ohne dass das Bild beispielsweise zu sehr rauscht. Ein Problem in Deutschland ist, dass es einfach zu wenig gute Tage für Astrofotografie gibt. Es ist schwer, alleine viel Belichtungszeit zu sammeln. Deshalb hatten wir die Idee, warum alleine Bilder aufnehmen und nicht mal versuchen, ein Gemeinschaftsprojekt daraus zu machen? Leider fanden sich für diese Idee nicht wirklich Leute zusammen, so dass nur ein Astro-Freund, Kevin Trillsam, und ich Licht für dieses Projekt gesammelt haben. Trotzdem war das Ergebnis für uns sehr beeindruckend. In der Summe kamen wir auf über zehn Stunden Belichtungszeit. Zusammengesetzt aus Einzelbelichtungen zwischen fünf Minuten und zehn Minuten pro Bild. Diese Einzelbilder wurden dann mit spezieller Software (Pixinsight) gestacked. Das daraus entstandene 'Summen-Bild' hat dann jeder für sich weiter bearbeitet. Meine Version wurde dann mit Fitswork gestreckt, um die Details sichtbar zu machen. Im Prinzip muss man sich das vorstellen wie eine Tonwertkorrektur. Die finale Bearbeitung fand dann in Photoshop statt: unter anderem wurden Kontraste erhöht und Farben anpasst."
Alle Fotos der Woche gibt es in unserer Bilderstrecke.
Die Bilder der Woche (KW 15) (7 Bilder)

Orionnebel und Running Man
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(Bild: Photonengrafie)
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