Elektroindustrie und Maschinenbau erwarten Wachstum

Die deutsche Elektroindustrie und der Maschinenbau erwarten fĂĽr das laufende Jahr ein deutliches Umsatzwachstum zwischen 5 und 7 Prozent.

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  • dpa

Die deutsche Elektroindustrie und der Maschinenbau erwarten für das laufende Jahr ein deutliches Umsatzwachstum. "Wir rechnen mit Zuwächsen von 6 bis 7 Prozent auf über 340 Milliarden Mark", sagte der Präsident des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), Dietmar Harting, am Donnerstag anlässlich der Hannover Messe. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) prognostiziert ein Wachstum seiner Branche von 5 Prozent auf rund 270 Milliarden Mark.

Zur sechstägigen Hannover Messe werden vom kommenden Montag (23. April) an rund 7.000 Aussteller aus 65 Ländern sowie rund 250.00 Fachbesucher erwartet. Die weltgrößte Industriemesse wird am Sonntagabend von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnet.

Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) bezeichnete die Hannover Messe am Donnerstag als positiven Konjunkturindikator: "Wenn die Geschäftsabschlüsse ähnlich gut laufen wie im letzten Jahr, hätte ich auch nichts dagegen, die Wirtschaftsprognose der Bundesregierung nach zu revidieren."

Angesichts der gestiegenen Zahl der ausländischen Aussteller auf nunmehr 2.850 sagte Eichel: "Die Hannover Messe ist längst nicht mehr eine Leistungsschau der deutschen Wirtschaft." Die meisten ausländischen Aussteller kämen aus Europa. "Ich prophezeie diesen innereuropäischen Handelsbeziehungen noch eine weitere Steigerung."

ZVEI-Präsident Harting sagte: "Sowohl für die Elektronikindustrie als auch für den Maschinenbau und damit für die industrielle Innovationstätigkeit ist die Hannover Messe ein wichtiges Barometer." Die Industrie habe trotz der "aktuellen Phase wirtschaftlicher Unsicherheit" keinen Anlass für Pessimismus: "Wir kommen auch in diesem Jahr mit einem kräftigen Schuss Optimismus nach Hannover und freuen uns auf den Wettbewerb neuer Ideen."

Als aktuelles Leitthema der weltgrößten Industriemesse nannte Harting "System- und Lösungsorientierung". In der Vergangenheit habe die Verbesserung der Effizienz, der Qualität und deren Reproduzierbarkeit im Vordergrund gestanden. Heute müsse die Technik einen Beitrag zur Wertsteigerung der Unternehmen leisten. "Bislang mehr oder weniger getrennte Technikinseln werden zu einem integrierten Modell verbunden", sagte Harting. (dpa) / (klp)