Kickstarter: Selbstbau-Lochkamera als Neuauflage
Ein Papp-Bausatz bildet die Grundlage für die Selbstbau-Lochkamera Videre, deren Neuauflage die Londoner Designerin Kelly Angood jetzt über Kickstarter finanzieren will. Es ist bereits ihr drittes Projekt dieser Art.
(Bild: thepopuppinholecompany.com)
- Marten Siegmann
Die Londoner Designerin Kelly Angood will mit ihrer Pop-up Pinhole Company nach dem ersten Modell der Videre aus dem Jahr 2013 und der Viddy aus 2014 nun ihre mittlerweile dritte Selbstbau-Lochkamera via Kickstarter finanzieren. Das aktuelle Projekt: eine überarbeitete Neuauflage der Videre aus 2013. Das Finanzierungsziel liegt bei 8.000 Britischen Pfund (rund 9.000 Euro), derzeit haben 161 Unterstützer bereits 6.593 Pfund (rund 7.500 Euro, Stand 22. Juni 2017, 11 Uhr) zugesagt. Die Kickstarter Gold-Kampagne läuft noch bis zum 31. Juli.
Im Vergleich zum Modell aus 2013 soll die neue Videre anstelle von Mittelformat- nun mit 35-mm-Film fotografieren. Außerdem verspricht die Entwicklerin eine bessere Benutzerfreundlichkeit. Die Gehäusegröße wurde demnach um 30 Prozent reduziert, außerdem soll der Bausatz nun aus weniger Einzelteilen bestehen, einfacher zusammengebaut werden können, und zwar innerhalb einer Stunde.
Videre Pinhole: Lochkamera zum Selberbauen (6 Bilder)

(Bild: thepopuppinholecompany.com)
Der Verschluss der Neuauflage soll sich einfacher bedienen lassen. Anstelle der alten Pappknöpfe stammen jene im aktuellen Modell aus dem 3D-Drucker. Die Einzelteile für die Videre sollen allesamt in Großbritannien gefertig werden. Um die Parameter für eine korrekte Belichtung des Films besser einstellen zu können, ist auch eine Smartphone-App (derzeit nur für iOS) verfügbar.
Für 30 Britische Pfund erhalten Unterstützer auf Kickstarter als Gegenleistung einen Videre-Bausatz, der bei erfolgreicher Finanzierung im Dezember 2017 ausgeliefert werden soll. Für drei Pfund mehr ist auch ein Bundle inklusive Film erhältlich. (msi)