Private Raumfahrt: Xcor kann sich kein Personal mehr leisten
Xcor Aerospace hat der gesamten Belegschaft gekündigt weil das Geld knapp ist. Wenige werden auf Werkvertragsbasis weiterarbeiten. US-Präsident Trump hatte kürzlich Xcor-Chef Jay Gibson auf einen hohen Posten im Verteidigungsministerium berufen.
(Bild: Xcor)
Das private Raumfahrtunternehmen Xcor Aerospace steht vor dem Aus. Mitte Juni folgte Firmenchef Jay Gibson dem Ruf von US-Präsident Donald Trump. Wie bereits unter George W. Bush bekleidet Gibson nun einen hohen Posten im Verteidigungsministerium. Zum Monatsende hat Xcor dann allen Mitarbeitern gekündigt, wie US-Fachmedien berichten. Die Firma war vor allem für den Plan eines zweisitzigen suborbitalen Raumgleiters namens Lynx bekannt.
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"Aufgrund widriger Finanzbedingungen musste Xcor allen Mitarbeitern zum 30. Juni 2017 kündigen", zitiert Parabolicarc.com aus einer Stellungnahme des Unternehmens. "Das Xcor-Management wird besonders wichtige Mitarbeiter auf Werkvertragsbasis weiterbeschäftigen, um die Immaterialgüter des Unternehmens zu erhalten." Derweil werde nach "anderen Möglichkeiten" gesucht, die Unternehmenstätigkeit wiederaufzunehmen und Mitarbeiter einzustellen.
Gibson hatte die Firmenleitung im März 2015 übernommen. Er sollte sich um die wirtschaftlichen Belange kümmern, während Firmenmitgründer Jeff Greason die technische Entwicklung leiten sollte. Diese Konstellation klappte wohl nicht. Greason und andere Mitgründer verließen Xcor noch im selben Jahr und gründeten das Unternehmen Agile Aero.
Lynx bereits letztes Jahr eingemottet
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Für die Entwicklung des Lynx hatte die kalifornische Firma einen zweiten Standort in der westtexanischen Stadt Midland eingerichtet. Der dortige Flughafen MAF sollte zum Weltraumstartplatz werden. Allerdings konnte auch der neue Firmenchef die Geldprobleme nicht lösen. So musste die Arbeit an Lynx im April 2016 auf Eis gelegt werden.
Damals wurde bereits 25 Mitarbeitern gekĂĽndigt, was zu der Zeit etwa die halbe Belegschaft war. Seither konzentrierte sich Xcor auf Arbeiten an der Zweiten Antriebsstufe der Vulcan-Rakete der Firma ULA (United Launch Alliance). Auch damit ist nun Schluss.
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(ds)