Japanische Handy-Hersteller forcieren Europa-Exporte

Die japanischen Elektronik-Konzerne sind darauf aus, sich einen größeren Anteil am europäischen Handy-Markt zu sichern.

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  • JĂĽrgen Kuri

Die japanischen Elektronik-Konzerne Sharp und Sanyo wollen ihren Anteil am europäischen Handy-Markt ausbauen. Sharp erklärte, man werde die Produktion von Mobiltelefonen ab April auf neun Millionen Einheiten verdoppeln. Die zusätzlich hergestellten Geräte sollen in die USA und nach Europa exportiert werden. Sanyo will bis zum März 2002 seinen Handy-Export von 1,6 Millionen auf 5,5 Millionen Stück steigern.

Toshiba hatte bereits vor kurzem bekannt gegeben, man wolle spätestens im nächsten Jahr Handys für UMTS in Europa auf den Markt bringen. Und Matsushita will seinen Anteil am weltweiten Handy-Markt von sechs auf 10 Prozent steigern – was allein durch steigende Verkäufe im weitgehend gesättigten japanischen Markt kaum möglich sei, wie der Finanzdienst Bloomberg kommentiert.

Nach Berichten der japanischen Finanzeitung Nihon Keizai Shimbun will zudem Mitsubishi in seiner Fabrik in Frankreich die Produktion von Handy für den europäischen Markt auf 25 Millionen Geräte steigern. Allerdings kommentierte der japanische Konzern dies mit der Nachricht, dass man das Ziel, 20 Millionen Handys im laufenden Geschäftsjahr zu verkaufen, wohl nicht erreichen werde. Daher gebe es keinen Grund, die Produktion hochzufahren.

Nach den Angaben der Zeitung haben die japanischen Handy-Hersteller zusammen einen Anteil von 20 Prozent am weltweiten Markt fĂĽr Mobiltelefone. (jk)