Börsenverein: Viel-Surfer lesen viel

Laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels stehen Computer und Internet nicht in Konkurrenz zum klassischen Buch.

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Von
  • David Adamczewski

Einer Marktanalyse des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zufolge hatte der deutsche Buchmarkt im vergangenen Jahr ein geschätztes Volumen von 18,4 Milliarden Mark. Börsenvereins-Vorsteher Roland Ulmer widersprach bei der Vorstellung der Zahlen der These, Computer und Internet seien als Konkurrenz zum klassischen Buch zu betrachten: "Intensivnutzer des PC sind auch Intensivleser."

So veröffentlichte der Börsenverein auch eine Studie in Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen: Sie ergab, dass 22 Prozent der Surfer, die täglich ins Internet gehen, auch täglich Bücher lesen. Lediglich elf Prozent lesen seltener als einmal in der Woche oder überhaupt nicht. Die Studie ergab zudem, dass 72 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren an Büchern interessiert sind. Großes Interesse zeigen immerhin noch 31 Prozent. Damit rangiert Lesen auf der Beliebtheitsskala der Freizeitbeschäftigungen auf dem achten Platz.

Der Online-Verkauf von Büchern hat sich laut Börsenverein im vergangenen Jahr überdurchschnittlich entwickelt; die Organisation stützt sich dabei auf eine Ende Mai 2001 veröffentlichte Studie, die dem Online-Buchhandel für das Jahr 2000 einen Umsatz von 378 Millionen Mark bescheinigte. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 129 Prozent. Dieser Zuwachs von über 200 Millionen Mark macht mehr als die Hälfte der gesamten Umsatzsteigerung des Buchmarktes aus.

Trotz der enormen Steigerungen konnten auch im letzten Jahr die Erwartungen der Online-Händler und der Marktbeobachter nicht erfüllt werden. Lediglich 2,3 Prozent des Gesamtumsatzes entfällt auf den Verkauf im Netz. Im Rahmen dieser Marktstudie wurden 834 klassische Buchhandlungen und Online-Händler im Frühjahr vom Börsenverein befragt. (daa)