Kommunales Verwaltungsportal im Internet eröffnet

Vertreter des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz haben ihr kommunales Verwaltungsportal für die Bürger geöffnet.

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  • dpa

Vertreter des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz haben am Montag in Mainz symbolisch ihr kommunales Verwaltungsportal eröffnet. Unter der Internet-Adresse www.rlpDirekt.de sollen Bürger Informationen, Ansprechpartner und Adressen der öffentlichen Verwaltung finden. Ein Veranstaltungskalender bietet Informationen aus der jeweiligen Gemeinde. Für die Zukunft ist geplant, auch bestimmte Verwaltungsdienstleistungen wie An- und Abmeldungen über das Internet anzubieten.

"Auch in der Verwaltung ist es entscheidend, wie gut der Service ist", sagte der Vorsitzende des Gemeinde- und Städtebundes (GStB), Ernst Walter Görisch. Wie bei den Banken erwarteten immer mehr Bürger, auch Aufgaben für die Verwaltung über das Internet erledigen zu können. Die Idee für das Verwaltungsportal kam vom GStB. Realisiert wurde es von einer eigens gegründeten Firma, in der kommunale Verwaltungspraktiker und Internet-Unternehmer zusammenarbeiteten. "Ziel ist es, alle Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz einheitlich zu verbinden und zu vernetzen", erläuterte GStB- Verbandsdirektor Reimer Steenbock. 80 Prozent aller Verwaltungsleistungen würden auf kommunaler Ebene erbracht, diese Dienstleistungen sollten auch im Internet abrufbar sein.

In einer ersten Stufe können die Homepages der beteiligten Gemeinden über das Portal gefunden werden. Bei den zur Zeit 70 teilnehmenden Gemeinden (von 230 hauptamtlich geführten Verwaltungen) können Adressen, Öffnungszeiten und Ansprechpartner recherchiert, aber auch Formulare heruntergeladen und ausgedruckt werden. In einem zweiten Schritt, der für das nächste Jahr angekündigt ist, soll es möglich sein, Anträge online zu verschicken. Dann könnten mit Hilfe des Netzes auch An- und Abmeldungen erledigt, der Sperrmüllservice angefordert und Fragen rund um die Wasser- und Abwasserversorgung geklärt werden. Rund um die Uhr könnten die Wünsche der Bürger bei den Ortsverwaltungen eintrudeln, am nächsten Tag könnte der Sachbearbeiter die Anträge bearbeiten und elektronisch zurückschicken.

Die Bestellung von personenbezogenen Dienstleistungen über das Internet hänge allerdings von der Einführung der digitalen Unterschrift absagte Steenbock. Denn nur dann könne die Verwaltung sicher sein, dass mit der anonymen Bestellmöglichkeit kein Unfug getrieben wird. Die beteiligten Kommunen zahlen für die Nutzung des Portals 1.000 Mark im Monat, für die Bürger ist der Service kostenlos. Für die Zukunft hoffen die Vertreter des GStB, dass ein solches "Dach im Internet" für alle Kommunen in Deutschland geschaffen werden kann. Gespräche seien schon geführt worden, im Mai will man die ersten Ergebnisse vorstellen. (dpa) / (jk)