IFA: Modulare Heimunterhaltung bei Grundig
Die neue Lenaro-Fernseherfamilie hat standardisierte Einschübe, in die zum Beispiel Web-TV- oder DVB-Recorder-Module gesteckt werden können.
Der Erfolg gibt modularen Systemen recht. Auch Grundig kann Erfolg gut gebrauchen und setzt daher mit seiner Initiative Internet@TV auf das bewährte Bausteinkonzept. Die nächste Generation ihrer Fernseher soll standardisierte Einschubmöglichkeiten erhalten, in denen dann zum Beispiel Web-TV-Komponenten werkeln können.
Auf einer gestrigen Pre-IFA-Konferenz führte der Konzern seinen 100-Hz-Fernseher "Lenaro 92" vor, der in schickem Edel-Design daherkommt, aber zusätzlich mit inneren Werten wie DVD-Player, Dolby-5.1-Sound und eben jenen besagten Standardeinschüben für verschiedene Module glänzen kann. Für diese Heimkinoleinwand bietet sich als Komponente in erster Linie nicht Internet auf dem Fernseher, sondern vielmehr ein DVB-Recorder mit dicker Festplatte an, den Grundig natürlich auch versprochen hat. Zusammen mit der Möglichkeit, selbst gebrannte MP3-Compilations abzuspielen, rückt dies den angestrebten Platz des Fernsehers als digitales Infotainment-Center in greifbare Nähe.
Weil die Zukunft drahtlos ist, wollen auch die Technikdesigner von Grundig ihren Liebling mit möglichst wenigen Stricken anbinden und externe Boxen sowie später zusätzliche Display-Systeme über Funk mit Ton und Daten versorgen. Ob dabei Bluetooth oder ein Funk-Ethernet nach IEEE 802.11 zum Einsatz kommt, wird derzeit noch anhand von Leistungsfähigkeit und geschätztem Datenvolumen abgewägt. Die Lenaro-Familie mit dem praktischen Baukastenprinzip soll pünktlich zur IFA in Berlin in den Handel kommen, dann will der Hersteller auch mehr über die geplanten Module verlauten lassen. (cgl)