IBM kündigt weiteren 1000 Mitarbeitern

Noch hält sich IBM zu genauen Zahlen bedeckt, aber nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers hat das Unternehmen schätzungsweise 1000 Mitarbeitern die Kündigung geschickt.

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  • David Adamczewski

Der Chipgigant IBM hat schätzungsweise 1000 Mitarbeitern Kündigungsschreiben geschickt. Dies berichtet heute das Wall Street Journal unter Berufung auf Lee Conrad, einen Sprecher der IT-Gewerkschaft Communications Workers of America. Demnach sollen in dieser Woche betroffene Mitarbeiter eine kurze Nachricht erhalten haben, in der ihnen mitgeteilt wurde, sie seien im Zuge einer "Neuausrichtung der Resourcen" von einer "dauerhaften Kündigung" betroffen.

IBM-Sprecher John Bukovinsky bestätigte die Kündigungen, wollte aber zu genauen Zahlen keine Angaben machen: "Der Stellenabbau betrifft nicht einmal ein Prozent der Belegschaft." Er dementierte zudem Vermutungen, die aktuellen Kündigungen seien eine "unternehmensweite Aktion". "Die Entlassungen dienen nicht der Kostenreduzierung", so Bukovinsky weiter.

Gewerkschaftssprecher Conrad, der früher selbst beim IBM-Konzern angestellt war, ist das als Erklärung jedoch zu wenig. IBM müsse jetzt öffentlich Stellung zu den zunächst "geheimgehaltenen Stellenstreichungen" nehmen und genau sagen, was im Unternehmen vorgehe, sagte er dem Wall Street Journal.

IBM Global Services hatte bereits Anfang Juli überraschend angekündigt, sich von 1000 Angestellten zu trennen. Zuvor war bekannt geworden, dass das US-Unternehmen mit 300 Mitarbeitern eine "freiwillige Auflösungsvereinbarung" getroffen hatte. (daa)