UMTS-Lizenznehmer möchten kooperieren dürfen
Mobilfunkbetreiber streben entgegen den Lizenzbedingungen eine Zusammenarbeit beim Aufbau der UMTS-Netze an.
Mehrere Mobilfunkbetreiber haben der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) Vorschläge für eine Zusammenarbeit beim Aufbau der UMTS-Netze vorgelegt. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Informationen aus beteiligten Unternehmen berichtet, konzentrieren sich die Vorschläge auf zwei Lösungen: Erstens wäre die gemeinsame Nutzung jeweils einer Antenne denkbar. Zwei Anbieter könnten darauf mit eigener Frequenz funken. Zweitens wollen sich die Betreiber den Ausbau der Netze in ländlichen Gegenden aufteilen, damit sich Kunden in Netze von Partnern einwählen können, wenn ein Betreiber in dieser Region nicht vertreten ist. "Es macht keinen Sinn, bis in den letzten Winkel des Landes hinein sechs Netze auszurollen", wird ein Manager zitiert.
Auf Partnerschaften setzten die Anbieter Group 3G, E-Plus, Viag Interkom und MobilCom, heißt es in dem Bericht. Die Regulierungsbehörde hatte bekräftigt, sie halte an den Lizenzbedingungen fest, nach denen jeder Anbieter sein eigenes UMTS-Netz aufbauen muss. Darüber hinaus sei jedoch Zusammenarbeit möglich. (dpa)/ (cp)