Landesmedienanstalten wollen kooperieren
Drei Landesmedienanstalten wollen sich bei der Vergabe der Kabelnetze der Telekom nicht mehr gegeneinander ausspielen lassen.
Die Landesmedienanstalten Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens wollen künftig eng zusammenarbeiten. Die Kooperation sei vertraglich besiegelt und von den Gremien gebilligt, sagte der Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt, Victor Henle, in Leipzig. "Wir wollen die Kabelnetzbelegung einheitlich bedienen". Die Anstalten wollten vor allem gegenüber den Kabelnetzbetreibern, die die Netze der Telekom erwerben, gemeinsam auftreten und sich nicht gegeneinander ausspielen lassen.
Henle betonte, dass die drei Anstalten durch einen gemeinsamen Auftritt auch in den nationalen Gremien der Medienaufsicht ein stärkeres Gewicht erhielten, etwa das von Bayern oder Nordrhein- Westfalen. Die Landesmedienanstalten übernehmen Aufsichtsaufgaben für den Privatfunk und teilen Sendefrequenzen zu. (em)