Twitter führt Premium-API ein
Bereits im Frühjahr hatte Twitter eine neue Struktur der API-Plattform angekündigt. Mit dem jetzt vorgestelltem Premium-Angebot Search Tweets API soll die Lücke zwischen den zwei bisherigen Standardvarianten geschlossen werden.
- Katharina Kraft
Die jetzt eingeführte öffentliche Beta-Version Search Tweets API bietet Zugang zu den Twitter-Daten der vergangenen 30 Tage. Zusätzliche Endpunkte sollen nach und nach hinzukommen, bis am Ende eine Suche zurück zum ersten Tweet im Jahr 2006 möglich ist. Das neue Premium-Angebot mit den Suchendpunkten bietet außerdem zusätzliche Funktionen, die über die Standard- / Tweets-Suche hinausgehen. So werden mehr Tweets pro Anfrage angezeigt, die Grenzwerte liegen höher und es können komplexere Abfragen getätigt werden. Der klar strukturierte Upgrade-Pfad soll mehr Beständigkeit und Zuverlässigkeit in das breite Twitter-Developer-Ökosystem bringen.
Bisher gab es bei Twitter zwei Arten von APIs: Die Standardvariante mit kostenlosen und öffentlichen APIs bietet grundlegende Abfragefunktionen und Zugriff auf Twitter-Daten. Die Unternehmens-APIs (Gnip) liefern Echtzeit- und historische Daten, um Unternehmen in großem Maßstab zu unterstützen. Die laut Twitter entstandene Lücke für wachsende Unternehmen sollen die Twitter-Premium-APIs nun schließen.
(Bild: twitter.com)
Historische Suche
Unternehmen nutzen die Endpunkt- oder auch historische Suche, um Trends zu entdecken, Ereignisse zu analysieren oder zur Zielgruppenanalyse. Entwickler können die Premium-APIs monatsweise zubuchen und erhalten skalierte Zugriffsebenen basierend auf der Anzahl der Anfragen. Die Abos beginnen bei 149 US Dollar pro Monat. Für einen leichten Einstieg enthalten die Premium-APIs auch eingeschränkten Zugriff innerhalb einer kostenlosen Sandbox.
Auf dem System der monatlichen Abonnements aufbauend hat Twitter ein neues Self-Service-Portal für Entwickler vorgestellt, das die Datennutzung leicht nachvollziehbar machen soll. Das Portal ermöglicht zudem, Upgrades durchzuführen und Abonnements zu verwalten.
Weitere Details lassen sich dem Twitter Developer-Blog entnehmen. (kkr)