Zeitung: Telekom macht Zugeständnisse beim Kabelnetz-Verkauf

Die Deutsche Telekom ist angeblich bereit, beim geplanten Verkauf ihrer Kabelgesellschaften an das Konsortium Liberty Media/Klesch deutliche Preiszugeständnisse zu machen.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Die Deutsche Telekom ist angeblich bereit, beim geplanten Verkauf ihrer Kabelgesellschaften an das Konsortium Liberty Media/Klesch deutliche Preiszugeständnisse zu machen. Nach einem Bericht der Financial Times ist die Telekom bereit, einen Preisabschlag zwischen 10 und 15 Prozent auf die Verkaufssumme von fünf Milliarden Euro zu akzeptieren. Das berichtet die Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe unter Berufung auf informierte Kreise. Eine Reaktion der Liberty auf den Vorschlag der Telekom werde in den kommenden Tagen erwartet, berichtete die Zeitung weiter.

Das Magazin Telebörse berichtet weiterhin, dass Liberty Media bei den Verhandlungen durchgesetzt habe, dass die Telekom künftig maximal 24 Prozent der Anteile an der Kabelgesellschaft halten darf und keinen Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden wird. Bislang hatte die Telekom auf einer Sperrminorität von 25 Prozent plus eine Aktie bestanden.

Im Februar hatte die Telekom mit Liberty Media/Klesh eine Absichtserklärung über den Verkauf von 55 Prozent der Anteile an ihren sechs verbleibenden regionalen TV-Kabelfirmen unterzeichnet. Ende Mai hatte die Finacial Times dann berichtet, das britisch-amerikanische Konsortium habe umfassende Nachverhandlungen gefordert. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Telekom ihre Kabelgesellschaften in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg verkauft. (wst)