Sinkende LCD-Preise sorgen fĂĽr Turbulenzen

Im LCD-Business brodelt es: Fallende LCD-Preise und Überkapazitäten sorgen für Firmenzusammenschlüsse und Umstrukturierungen.

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Im LCD-Business brodelt es: Fallende LCD-Preise und reichlich Überkapazitäten an Flüssigkristallpanels sorgen für erste Firmenzusammenschlüsse, Abschiede von Produktionsstätten und Umstrukturierungen. So schließen sich die taiwanischen LCD-Newcomer Acer Display Technology (ADT) und Unipac Optoelectronics zur AU Optronics Corp. zusammen. Das Tochterunternehmen von Acer, ADT, bringt in den Merger Erfahrungen bei Plasmabildschirmen ein, die United-Microelectronics- Corporation-Tochtergesellschaft Unipac ist Anteilseigner von PixTech, einem führenden Hersteller von Feldemissionsdisplays (FED). Dies könnte eine interessante Kooperation für die Weiterentwicklung von FEDs werden. In der Branche heißt es weiterhin, dass auch andere taiwanische Displayhersteller finanzielle Probleme haben und deshalb geplante Investitionen stoppen müssen.

Toshiba und Matsushita wollen ein Joint Venture zur LCD-Produktion in Singapur gründen und Hyundai trennt sich vom LCD-Bereich seiner Tochtergesellschaft Hynix. Sharp hofft dagegen, dass noch in diesem Jahr die Displaypreise wieder steigen und will deshalb die Produktion größerer Displays hochfahren. Davon abgesehen konzentriert sich das Unternehmen aber eher auf hochauflösende teure Spezialdisplays.

NEC, bislang einer der fünf Großen unter den LCD-Panelherstellern, will künftig selbst keine Displays mehr für Notebooks und Monitore produzieren, sondern sich auf kleine Flüssigkristallanzeigen für PDAs und Handys, auf Industriedisplays und hochauflösende Großbildschirme konzentrieren. Die Herstellung von Standardpanels im 15- bis 18-Zoll-Bereich soll die taiwanische Chi Mei Optoelectronics Corp. (CMO) übernehmen. CMO gehört wie ADT und Unipac zu den "neuen" Herstellern großflächiger LCDs und hat vor gut einem Jahr die Massenproduktion aufgenommen. (uk)