Breitbandzugänge schaffen neue digitale Kluft in den USA

Die hohen Kosten für Internet-Breitband-Zugänge in den USA könnten möglicherweise eine neue digitale Kluft öffnen.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Die hohen Kosten für Internet-Breitband-Zugänge in den USA könnten möglicherweise eine neue digitale Kluft öffnen. Laut einer Studie für das Repräsentantenhaus, die das General Accounting Office am gestrigen Donnerstag vorgelegt hat, schließt sich zwar die digitale Kluft im allgemeinen, aber dafür öffne sich eine soziale Kluft: Schnelle Breitband-Zugänge würden in der Regel von wohlhabenderen Bürgern genutzt, während die restliche Bevölkerung eher per Modem surft.

40 Prozent der Befragten mit einem Breitband-Zugang gaben ein jährliches Haushaltseinkommen von über 75.000 US-Dollar an, während dies bei den restlichen Internet-Nutzern nur für 20 Prozent der Befragten zutraf. Der republikanische Senator Edward Markey regte deshalb an, den Wettbewerb unter Kabel- und DSL-Providern zu verschärfen. Die Überbrückung des digital divide war ein Schwerpunkt-Programm der Clinton-Regierung; unter dem neuen US-Präsidenten George W. Bush werden die Bemühungen zur Überwindung der digitalen Spaltung jetzt wohl zurückgefahren. (wst)