Apple holt angeblich zweiten OLED-Zulieferer für neues iPhone ins Boot
LG Display wird einem Bericht zufolge im zweiten Halbjahr OLED-Panels für ein größeres 6,5-Zoll-iPhone an Apple liefern – der Großteil der organischen Bildschirme komme aber weiterhin von Samsung.
Apple hat offenbar einen weiteren Zulieferer für OLED-Displays gefunden: LG Display wird in der zweiten Jahreshälfte mit der Lieferung von OLED-Panels an den iPhone-Hersteller beginnen, wie der südkoreanische Wirtschaftsdienst The Investorunter Berufung auf Branchenkreise berichtet – die Verhandlungen über ein Lieferabkommen würden kurz vor dem Abschluss stehen.
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Apple hat vorausgehenden Berichten zufolge bereits knapp 3 Milliarden Dollar in ein Werk von LG Display investiert, um sich von Samsung unabhängiger zu machen. Samsung beliefert Apple bislang als alleiniger Zulieferer mit den OLED-Panels und kann dadurch offenbar auch den Preis diktieren – dies sei einer der Gründe für den hohen Einstiegspreis des erst ab 1150 Euro erhältlichen iPhone X, hieß es.
Apple plant offenbar "iPhone X Plus" mit 6,5"-Display
Die für Herbst 2018 erwartete iPhone-Produktfamilie.
(Bild: KGI Securities)
LG Display kann zu Beginn angeblich nur eine relativ kleine Menge von 15 bis 16 Millionen Bildschirmen liefern und wird sich nach Informationen des Wirtschaftsdienstes auf die Produktion von 6,5-Zoll-Panels konzentrieren, die für ein neues Plus-Modell gedacht sind, das als Erweiterung der 2017 frisch eingeführten iPhone-X-Reihe mit 5,8-Zoll-Bildschirm erwartet wird.
Erst 2019 wird LG Display die Produktion voraussichtlich hochfahren können und soll dann in einem Werk in der Lage sein, rund 6 Millionen OLED-Panels pro Monat produzieren zu können.
Großteil der OLEDs für das iPhone kommt weiter von Samsung
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Der Bärenanteil von Apples OLED-Bedarf wird offenbar aber auch 2018 von Samsung gedeckt – angeblich will der südkoreanische Konzern die Panel-Lieferungen an Apple vervierfachen. Im Gespräch ist eine Liefermenge von 180 bis 200 Millionen Stück im Gesamtjahr, ein Auftragsvolumen von geschätzt rund 20 Milliarden Dollar.
(lbe)
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