Nepper im Netz

KleinbetrĂĽger entdecken das Netz. Vor allem Internet-Auktionen haben es ihnen angetan, meint die New Yorker Stadtverwaltung.

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Das Internet wächst und bietet damit allen Neppern, Schleppern und Bauernfängern immer mehr Nischen. Nach einer New Yorker Untersuchung stieg der durchschnittliche jährliche Pro-Kopf-Verlust durch solche Kleinbetrügereien von 310 US-Dollar im Jahr 1999 auf nunmehr 427 US-Dollar. Das Department of Consumer Affairs der New Yorker Stadtverwaltung hat nun eine Top Five der (bei den Tätern) beliebtesten Maschen aufgestellt.

Weit vor aller Konkurrenz führen dort Internet-Auktionen mit 64 Prozent die Liste an. Hier sollte man sich nach Ansicht der New Yorker Offiziellen jedoch nicht nur vor offensichtlichem Betrug wie Nichtlieferung absichern, sondern auch die kleinen, gemeinen Tricks berücksichtigen. Oft seien die Preise überhöht, denn der Verkäufer biete selbst mit. Oder er verfasse eine geschickte Produktbeschreibung, die ungerechtfertigterweise auf ein gutes Angebot schließen lasse.

Auf Platz zwei folgen vermeintlich großzügige Reiseangebote, die meist per Spam-Rundschreiben an die Leute gebracht würden. Den nächsten Platz dieser Charts besetzt der so genannte Identitätsdiebstahl: Die persönlichen Daten erhalte der Angreifer in der Mehrheit der Fälle durch so genanntes social engineering – er nutzt die Dummheit oder Naivität der Leute aus. Platz vier schließlich gehört dubiosen Online-Investoren, während der fünfte und letzte den berüchtigten Pyramidensystemen zusteht, die neuerdings unter dem imgageträchtigen Namen Multi-Level-Marketing firmieren. Solche Systeme sind in Deutschland allerdings verboten, werden aber nichtsdestotrotz immer wieder angestoßen. (cgl)