Sony und Warner einigen sich auf Kopierschutz

Die Filmstudios von Sony und AOL Time Warner haben sich auf eine Technik zum Schutz vor illegalen Kopien bei der digitalen Ăśbertragung geeinigt.

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  • Karsten Violka

Die Filmstudios der Konzerne Sony und AOL Time Warner haben sich auf eine Technik geeinigt, um die von ihnen produzierten Medien vor illegalen Kopien bei der digitalen Übertragung zu schützen, berichtet das Wall Street Journal. Die Entscheidung sei einer der ersten Schritte in die Zukunft der digitalen Unterhaltungsindustrie, in der die Konsumenten gesendetes digitales Audio- und Videomaterial mit verschiedensten Geräten aufzeichnen und abspielen können werden.

Die eingesetzte Technik stammt von der 5C Group, ein Zusammenschluss der fünf großen Gerätehersteller Intel, Matsushita, Toshiba, Sony und Hitachi. Es handelt sich dabei um den DTCP-Standard (Digital Transmission Content Protection), der von der Gruppe für den Zweck entwickelt wurde, die Übertragung beispielsweise aus einer Settop-Box zum DVD-Videorecorder über eine FireWire-Schnittstelle zu sichern. Über 50 Gerätehersteller haben diese Technik bereits lizenziert.

Mit Sony und Warner haben sich nun die ersten großen Hollywood-Studios an dem Sicherheitskonzept beteiligt, schreibt das US-Blatt. Dies sei ein wichtiger Schritt, denn mit der Einigung zeigen die Studios ihr Vertrauen in die Kopierschutz-Technik und die Bereitschaft, ihr Material in den neuen digitalen Netzen zu veröffentlichen. Ohne einen entsprechenden Schutz wäre es schwierig, die Filmproduzenten von den digitalen Übertragungswegen zu überzeugen. (kav)