Das Aus für LCD-Monitore von Panasonic
Nur noch bis Ende des Jahres werden Panasonic-Flachbildschirme verkauft; technischen Support und Service soll es aber weiterhin geben.
Panasonic macht einen Rückzieher aus dem LCD-Monitorbereich. Die Handelsmarke des japanischen LCD-Herstellers Matsushita Electric wird die komplette Produktion von TFT-Flachbildschirmen einstellen; bis Ende des Jahres erfolge ein Abverkauf von LCDs über die Distributionskanäle von Computer 2000, im Projektbereich würden nur noch bestehende Verträge erfüllt. Wer bereits im Besitz eines Panasonic-LCDs ist, muss sich aber um technischen Support und Service keine Sorgen machen. Sämtliche Dienstleistungen würden weiterhin angeboten, Ersatzteile seien wie vertraglich vereinbart bis sieben Jahre nach dem Kauf erhältlich, versicherte Panasonic-Produktmanager Wolfgang Dörge gegenüber heise online. Für Panasonic-Deutschland ziehe die Einstellung der LCD-Fertigung keine Entlassungen nach sich, glaubt Dörge. Man werde sich den Gegebenheiten intern anpassen und beispielsweise den Notebook-Vertrieb ausbauen.
Angesichts des immensen Preisverfalls ist die Fertigung von Monitordisplays laut Wolfgang Dörge wirtschaftlich sinnlos geworden. Bei LCD-Monitoren machen die Kosten für das Panel den Löwenanteil an den Gesamtkosten aus. Zusätzliche Produktionskapazitäten durch neue Panelfabriken in Taiwan sorgten hier im letzten halben Jahr für einen enormen Preisdruck unter den Herstellern. Wie andere Produzenten zieht nun auch Matsushita Konsequenzen und stellt seine Panelfabriken in Japan um: Anstelle wie bisher 15- und 19-zöllige Flüssigkristallpanels für LCD-Monitore wolle man nun Displays für TFT-Fernseher und kleinere Farbdisplays für Mobilgeräte wie Handys und PDAs produzieren. Im Gegensatz zu anderen LCD-Herstellern wolle man keine Fremdpanels in die eigenen Monitore stecken. Diesen Weg beschreiten beispielsweise IBM und NEC, die ihre Flüssigkristallpanels künftig bei Chi Mei Optoelectronics in Taiwan fertigen lassen. (uk)