SS-520-5: Die kleinste Rakete, die je einen Satelliten ins All befördert hat
Beim zweiten Versuch hat es geklappt: Die dreistufige Mini-Rakete SS-520-5 der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA hat einen Satelliten ins All abgesetzt und einen Weltrekord eingefahren.
(Bild: JAXA)
Am 3. Februar hat die japanische Mini-Rakete SS-520-5 erfolgreich einen Satelliten ins All abgesetzt. Das teilte die japanische Raumfahrtbehörde JAXA mit. Die SS-520-5 ist laut Japan Times die kleinste Rakete, der das jemals gelungen ist. Ein erster Weltrekordversuch war vor einem Jahr fehlgeschlagen: Nach erfolgreichem Start war der Nanosatellit Tricom-1, der sich an Bord der SS-520-4 befand, im Ozean gelandet – die Kommunikation zur Rakete war abgebrochen.
Der nur drei Kilogramm schwere Forschungssatellit, den die Nachfolger-Rakete SS-520-5 erfolgreich abgesetzt hat, wurde von der Universität Tokio entwickelt und soll Fotos von der Erdoberfläche schießen. Viel wichtiger ist aber der Erfolg der Rakete selbst: Kleine Raketen sind günstiger und reduzieren die Kosten für Satellitenstarts erheblich.
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Die Nutzlast der SS-520-5 liegt bei wenigen Kilogramm. Damit lassen sich nur kleine Satelliten ins All schießen. Die SS-520-5 ist eine Weiterentwicklung der Höhenforschungsrakete S-520, im Gegensatz zum einstufigen Standardmodell hat die SS-520-5 drei Raketenstufen. Vom Start bis in den Orbit benötigte die SS-520-5 nicht einmal fünf Minuten, berichtet spaceflight.com. Die Rakete ist 10 Meter hoch und wiegt 2600 Kilogramm. (dahe)