Entscheidung über EU-Wettbewerbsverfahren gegen Microsoft verzögert sich

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hat die Entscheidung über Wettbewerbsverfahren gegen Microsoft vertagt, obwohl Beschwerdepunkte bereits im Entwurf vorliegen.

vorlesen Druckansicht 32 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Wolfgang Stieler

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hat die Entscheidung über ein Wettbewerbsverfahren gegen Microsoft vertagt, obwohl Beschwerdepunkte bereits im Entwurf vorliegen. Das berichtet die Illustrierte Stern in ihrer neuen Ausgabe. Unter Berufung auf Mitarbeiter des Wettbewerbskommissars meldet der Stern, Monti woll erst "gegen Ende des Jahres" entscheiden, ob dem US-Konzern Beschwerdepunkte zugestellt werden. Noch im März hatte Monti angekündigt, er werde diese Frage zügig entscheiden.

Die EU-Wettbewerbshüter prüfen Beschwerden hinsichtlich einer Verletzung des EU-Wettbewerbsrechts durch Microsoft im Zuge der Markteinführung von Windows 2000. Danach hätten kleine und mittlere Unternehmen der IT-Branche Beschwerde darüber geführt, dass Microsoft seine dominierende Rolle im Markt der PC-Betriebssysteme ausnutze, um Wettbewerbsvorteile in einem anderen Markt, nämlich dem der Server-Betriebssysteme für Firmen und große Institutionen, zu erzielen. (wst)