UMTS-Erlöse zur Anwerbung ausländischer Wissenschaftler
Mit 170 Millionen Mark will die Bundesforschungsministerin Spitzen-Wissenschaftler aus dem Ausland für deutsche Universitäten anwerben.
Die Bundesregierung will 170 Millionen Mark aus den UMTS-Erlösen für die Gewinnung von Wissenschaftlern und Studenten aus dem Ausland bereitstellen. Das gab die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, in Berlin bekannt. Die Bundesregierung wolle "die besten Köpfe" für Deutschland anwerben, so die Ministerin. Es müsse jetzt Schluss sein mit dem "brain drain" aus Deutschland, stattdessen müsse ein "brain gain" in Gang gesetzt werden.
Mit den zusätzlichen Mitteln soll nach dem Willen von Bulmahn die "Internationalität in Lehre und Forschung" an deutschen Hochschulen wirkungsvoll gesteigert werden. "Ich appelliere an alle Hochschulen und Forschungseinrichtungen diese Chance zu nutzen", sagte Bulmahn bei der Vorstellung eines Maßnahmenkatalogs, mit dem attraktive Angebote für Wissenschaftler und Studierende unterbreitet werden sollen. Auch wolle man deutschen Nachwuchswissenschaftlern, die zurzeit im Ausland arbeiteten, die besten Chancen für eine Rückkehr bieten. "Nur Wissenschaft und Forschung auf höchstem Niveau sichert die Zukunft unseres Landes", betonte die Ministerin.
Die Ministerin kündigte auch an, dass für ausländische Studierende noch in diesem Jahr die Möglichkeit geschaffen werde, in Deutschland ins Berufsleben einzusteigen und einige Jahre hier zu verbringen. "Ein großer Teil der begabten jungen Ausländer geht nach dem Examen in die USA, nach Kanada oder Australien", erklärte Buhlmahn. Diese Länder profitierten von der guten Ausbildung, die in Deutschland geboten würde. "Wir können angesichts der demografischen Entwicklung nicht so tun, als hätten wir auf Dauer im eigenen Land ausreichend Nachwuchskräfte", resümierte die Ministerin. (pmz)